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Frankreichs Verfassungsrat bestätigt siebenmonatige Haft für ausländische Staatsangehörige, die als Sicherheitsrisiko gelten

Juli 24, 2026
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Frankreichs Verfassungsrat bestätigt siebenmonatige Haft für ausländische Staatsangehörige, die als Sicherheitsrisiko gelten
Frankreich hat einen entschiedenen – und höchst umstrittenen – Schritt zur Verschärfung seiner Einwanderungskontrollen unternommen. Am späten 23. Juli hat der Verfassungsrat das sogenannte „Philippine“-Gesetz gebilligt, das es den Präfekten erlaubt, irreguläre Migranten, die wegen schwerer Straftaten oder Terrorismus verurteilt wurden, bis zu 210 Tage festzuhalten, während die Behörden ihre Abschiebung vorbereiten. Der Rat hatte einen nahezu identischen Gesetzentwurf im vergangenen Sommer noch verworfen, erklärte nun jedoch, dass der überarbeitete Text ausreichende rechtliche Schutzmechanismen enthalte, darunter regelmäßige gerichtliche Überprüfungen und das Recht auf Rechtsbeistand.

Die Maßnahme wurde vom zentristischen Abgeordneten Charles Rodwell vorangetrieben, nachdem 2024 die Studentin Philippine Le Noir de Carlan ermordet wurde – mutmaßlich von einem mehrfach vorbestraften Marokkaner, dessen frühere Haftzeit abgelaufen war. Nach den bisherigen Regeln beträgt die Höchstdauer der Inhaftierung in einem Aufnahmelager (CRA) 135 Tage, eine Frist, die durch konsularische Verzögerungen und Rechtsmittel oft überschritten wird, was häufig zu Freilassungen führt. Mit der Verlängerung der Höchstdauer auf sieben Monate für Personen, die als „ernste, aktuelle und besonders gravierende Bedrohung“ eingestuft werden, will die Regierung ein von Innenminister Laurent Nuñez als „Sicherheitsloch“ bezeichnetes Problem beheben.

Frankreichs Verfassungsrat bestätigt siebenmonatige Haft für ausländische Staatsangehörige, die als Sicherheitsrisiko gelten


Unternehmen, die regelmäßig Mitarbeiter grenzüberschreitend entsenden, beobachten die Entwicklung genau. Längere Haftzeiten erhöhen das Risiko für Arbeitgeber von Ausländern, die ihre Aufenthaltsgenehmigung überschreiten oder gegen Visabestimmungen verstoßen, und könnten die Präfekturen dazu veranlassen, bei der Verlängerung von Arbeitserlaubnissen bei administrativen Verstößen strenger vorzugehen. Menschenrechtsorganisationen warnen jedoch, dass Frankreich bereits die längsten Haftzeiten in der EU praktiziert und die Änderung das ohnehin überlastete CRA-Netzwerk, das während des touristischen Mai-Hochs zu über 95 % ausgelastet war, zusätzlich belasten wird.

Für Mobility-Manager ist die wichtigste Erkenntnis zunächst prozedural: Sobald das Gesetz in Kraft tritt (voraussichtlich vor der Augustpause), kann jeder ausländische Mitarbeiter, dem eine Ausreisepflicht (OQTF) auferlegt wird und der als Gefährdung der öffentlichen Ordnung gilt, mit deutlich längerer Inhaftierung rechnen. Rechtsteams sollten daher Berufungen beschleunigen und schnell mit Konsulaten zusammenarbeiten, um Laissez-passer-Dokumente zu sichern. Unternehmen wird außerdem geraten, ihre Krisenmanagement-Protokolle für besonders risikobehaftete Entsandte zu aktualisieren, da die neuen Regelungen plötzliche Festnahmen am Arbeitsplatz auslösen könnten.

Langfristig signalisiert die Entscheidung, dass Sicherheitsaspekte in Frankreich zunehmend Vorrang vor dem traditionellen Fokus auf rechtsstaatliche Verfahren im Einwanderungsrecht erhalten. Multinationale Unternehmen könnten feststellen, dass die politische Bereitschaft für künftige, talente-freundliche Reformen wie die Ausweitung des „Passeport Talent“ mit zunehmender Verschärfung der Durchsetzungspolitik abnimmt.
Quelle: LCP – Assemblée nationale

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