
Bei einem Treffen in Brüssel am 24. Juli haben die EU-Botschafter einen Vorschlag der Kommission gebilligt, ehemalige russische Kämpfer in die Liste der Personengruppen aufzunehmen, denen automatisch Schengen-Kurzaufenthaltsvisa verweigert werden. Die Maßnahme – die voraussichtlich im Oktober in Kraft treten soll, sobald technische Kriterien und Nachweisstandards festgelegt sind – ist Teil des 21. Sanktionspakets gegen Russland und wurde von einem EU-Beamten gegenüber EUobserver öffentlich bestätigt. Der Text verpflichtet die Mitgliedstaaten, Visa und Einreise für Personen zu verweigern, die nach dem 24. Februar 2022 für die russischen Streitkräfte gekämpft haben. Ziel ist es, potenzielle Sicherheitsrisiken durch radikalisierte oder kriminell erfahrene Rückkehrer einzudämmen.
Obwohl das zukünftige Verbot EU-weit gilt, liegt der operationelle Schwerpunkt in Belgien: Fast alle Arbeitsgruppensitzungen des Rates zum Sanktionspaket fanden in Brüssel statt, und die belgische Bundespolizei wird im neu eingerichteten Risk Information Group sitzen, die Hintergrundprüfungen koordiniert. Laut dem Föderalen Migrationszentrum (CGRA) beantragten im Jahr 2025 rund 5.800 russische Staatsangehörige ein Visum für die Einreise nach Belgien; etwa 9 % gaben eine frühere oder aktuelle militärische Tätigkeit an. Diese Fälle werden derzeit erneut überprüft, und das Innenministerium hat den Grenzbeamten am Flughafen Brüssel und im Hafen von Zeebrügge vorläufige Anweisungen erteilt, um Antragsteller zu identifizieren, deren Reisepässe Dienstorte in besetzten ukrainischen Gebieten ausweisen.
Das Innenministerium teilte belgischen Medien mit, dass die Installation eines sicheren Interpol-Kommunikationsknotens am Flughafen beschleunigt wird, damit Visa-Beamte neue EU-Wachlisten in Echtzeit abfragen können. Im August werden Schulungen zur Erkennung gefälschter russischer Militärentlassungspapiere für Konsularpersonal in Moskau, St. Petersburg und Jekaterinburg angeboten. Arbeitgeber, die Single-Permit-Anträge für russische Entsandte stellen, wurden darauf hingewiesen, dass sich die Bearbeitungszeiten nach Inkrafttreten des Verbots voraussichtlich über die gesetzlich vorgesehenen 90 Tage hinaus verlängern werden.
Aus Sicht der Unternehmensmobilität betrifft die Hauptauswirkung vor allem innerbetriebliche Versetzungen aus Russland: Globale Unternehmen, die noch IT- oder Ingenieurteams in Moskau beschäftigen, müssen Talente über Drittstaaten-Hubs wie Dubai oder Belgrad umleiten, falls ehemalige Kämpfer die Schengen-Prüfung nicht bestehen. Multinationale Unternehmen aktualisieren zudem ihre Reiserisikopolitik für russische Staatsangehörige, die belgische Hubs passieren, da eine Grenzverweigerung automatisch jedes bereits ausgestellte Mehrfacheinreisevisum ungültig macht.
Immigrationsberater betonen, dass das Verbot zumindest zunächst nur Kurzaufenthalts-C-Visa betrifft; Anträge auf Langzeit-D-Visa und Single-Permits für Schlüsselqualifikationen bleiben möglich, unterliegen jedoch einer verschärften Sicherheitsprüfung. Unternehmen wird daher geraten, längere Vorlaufzeiten einzuplanen und alternative Reisepläne vorzubereiten, bis die Kommission die endgültige Durchführungsverordnung im Amtsblatt veröffentlicht (voraussichtlich Mitte September).
Obwohl das zukünftige Verbot EU-weit gilt, liegt der operationelle Schwerpunkt in Belgien: Fast alle Arbeitsgruppensitzungen des Rates zum Sanktionspaket fanden in Brüssel statt, und die belgische Bundespolizei wird im neu eingerichteten Risk Information Group sitzen, die Hintergrundprüfungen koordiniert. Laut dem Föderalen Migrationszentrum (CGRA) beantragten im Jahr 2025 rund 5.800 russische Staatsangehörige ein Visum für die Einreise nach Belgien; etwa 9 % gaben eine frühere oder aktuelle militärische Tätigkeit an. Diese Fälle werden derzeit erneut überprüft, und das Innenministerium hat den Grenzbeamten am Flughafen Brüssel und im Hafen von Zeebrügge vorläufige Anweisungen erteilt, um Antragsteller zu identifizieren, deren Reisepässe Dienstorte in besetzten ukrainischen Gebieten ausweisen.
Das Innenministerium teilte belgischen Medien mit, dass die Installation eines sicheren Interpol-Kommunikationsknotens am Flughafen beschleunigt wird, damit Visa-Beamte neue EU-Wachlisten in Echtzeit abfragen können. Im August werden Schulungen zur Erkennung gefälschter russischer Militärentlassungspapiere für Konsularpersonal in Moskau, St. Petersburg und Jekaterinburg angeboten. Arbeitgeber, die Single-Permit-Anträge für russische Entsandte stellen, wurden darauf hingewiesen, dass sich die Bearbeitungszeiten nach Inkrafttreten des Verbots voraussichtlich über die gesetzlich vorgesehenen 90 Tage hinaus verlängern werden.
Aus Sicht der Unternehmensmobilität betrifft die Hauptauswirkung vor allem innerbetriebliche Versetzungen aus Russland: Globale Unternehmen, die noch IT- oder Ingenieurteams in Moskau beschäftigen, müssen Talente über Drittstaaten-Hubs wie Dubai oder Belgrad umleiten, falls ehemalige Kämpfer die Schengen-Prüfung nicht bestehen. Multinationale Unternehmen aktualisieren zudem ihre Reiserisikopolitik für russische Staatsangehörige, die belgische Hubs passieren, da eine Grenzverweigerung automatisch jedes bereits ausgestellte Mehrfacheinreisevisum ungültig macht.
Immigrationsberater betonen, dass das Verbot zumindest zunächst nur Kurzaufenthalts-C-Visa betrifft; Anträge auf Langzeit-D-Visa und Single-Permits für Schlüsselqualifikationen bleiben möglich, unterliegen jedoch einer verschärften Sicherheitsprüfung. Unternehmen wird daher geraten, längere Vorlaufzeiten einzuplanen und alternative Reisepläne vorzubereiten, bis die Kommission die endgültige Durchführungsverordnung im Amtsblatt veröffentlicht (voraussichtlich Mitte September).
Quelle: EUobserver
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