
Die belgische Bundesregierung hat nach wochenlangen Spekulationen Klarheit über die zukünftige Höhe der sogenannten „Flugsteuer“ geschaffen. Im Maßnahmenpaket, das kurz vor der parlamentarischen Sommerpause verabschiedet wurde, entschieden die Minister, dass die 2022 eingeführte Boarding-Steuer zwar steigt, jedoch deutlich weniger stark als ursprünglich angekündigt. Statt einer Verdopplung von 5 auf 10 Euro bei Flügen über 500 km wird die Abgabe ab dem 1. Januar 2027 auf 7 Euro angehoben. Der Zuschlag von 2 Euro für sehr kurze Flüge (unter 500 km) sowie der 10-Euro-Zuschlag für Privatjets bleiben unverändert.
Der Kompromiss folgt auf monatelanges intensives Lobbying von Fluggesellschaften, Geschäftsreisendenverbänden und Regionalflughäfen, die alle davor warnten, dass eine drastische Steuererhöhung die Wettbewerbsfähigkeit Belgiens schwächen würde – zumal Nachbarländer ihre pandemiebedingten Gebühren bereits lockern. Billigfluggesellschaften hatten mit der Verlagerung von Flugzeugen an andere Standorte gedroht, während Netzwerk-Airlines befürchteten, Transferpassagiere vom Flughafen Brüssel zu verlieren.
Der Rückzieher der Regierung verhindert somit einen sofortigen Kosten-Schock für Travel Manager und Expatriates, deren Mobilitätsbudgets oft über mehrere Jahre geplant werden. Dennoch steigt die Steuer um 40 %, weshalb Unternehmen ihre Budgets entsprechend anpassen müssen. Personal- und Mobilitätsteams sollten jetzt die Reiseprognosen für 2027 überprüfen – insbesondere bei Langstreckeneinsätzen mit mehreren Positionierungsflügen – und erwägen, Mitarbeiter zu früheren Buchungen oder Umsteigeverbindungen über nahegelegene Drehkreuze (Amsterdam, Paris, Frankfurt) zu ermutigen, wo die Steuern niedriger oder distanzgerechter sind.
Reisebüros weisen zudem darauf hin, dass Belgien eine Steuererstattung für „gemischte“ Reisen anbietet, die Geschäfts- und Privatanteile kombinieren, wobei der administrative Aufwand jedoch die Ersparnis schmälern kann.
Aus politischer Sicht zeigt die abgeschwächte Erhöhung den Balanceakt der neuen Koalition zwischen grünen Verpflichtungen und wirtschaftlicher Realität. Finanzminister Jan Jambon betont, dass der Satz von 7 Euro jährlich 85 Millionen Euro Einnahmen generiere und „den Druck auf die Luftfahrtbranche zur Dekarbonisierung aufrechterhalte“, während gleichzeitig die Abwanderung von Passagieren zu ausländischen Flughäfen begrenzt werde. Umweltorganisationen bleiben skeptisch und kritisieren, dass die Abgabe weiterhin weit unter den externen Kosten von CO₂-Emissionen und Fluglärm liege.
In der Praxis muss der endgültige Satz noch in einem Königlichen Erlass bestätigt werden, der später in diesem Jahr erwartet wird. Fluggesellschaften werden ihre globalen Vertriebssysteme nach Veröffentlichung anpassen, doch Mobilitätsteams sollten Reisende darauf hinweisen, dass sich die für 2027 angegebenen Tarife bei der Ticketausstellung noch ändern können. Arbeitgeber, die Pauschalen für Umzüge zahlen, sollten die neue Steuer ebenfalls im Blick behalten, da sie die Kaufkraft für Heimflüge und Reisen von Angehörigen schmälern könnte.
Der Kompromiss folgt auf monatelanges intensives Lobbying von Fluggesellschaften, Geschäftsreisendenverbänden und Regionalflughäfen, die alle davor warnten, dass eine drastische Steuererhöhung die Wettbewerbsfähigkeit Belgiens schwächen würde – zumal Nachbarländer ihre pandemiebedingten Gebühren bereits lockern. Billigfluggesellschaften hatten mit der Verlagerung von Flugzeugen an andere Standorte gedroht, während Netzwerk-Airlines befürchteten, Transferpassagiere vom Flughafen Brüssel zu verlieren.
Der Rückzieher der Regierung verhindert somit einen sofortigen Kosten-Schock für Travel Manager und Expatriates, deren Mobilitätsbudgets oft über mehrere Jahre geplant werden. Dennoch steigt die Steuer um 40 %, weshalb Unternehmen ihre Budgets entsprechend anpassen müssen. Personal- und Mobilitätsteams sollten jetzt die Reiseprognosen für 2027 überprüfen – insbesondere bei Langstreckeneinsätzen mit mehreren Positionierungsflügen – und erwägen, Mitarbeiter zu früheren Buchungen oder Umsteigeverbindungen über nahegelegene Drehkreuze (Amsterdam, Paris, Frankfurt) zu ermutigen, wo die Steuern niedriger oder distanzgerechter sind.
Reisebüros weisen zudem darauf hin, dass Belgien eine Steuererstattung für „gemischte“ Reisen anbietet, die Geschäfts- und Privatanteile kombinieren, wobei der administrative Aufwand jedoch die Ersparnis schmälern kann.
Aus politischer Sicht zeigt die abgeschwächte Erhöhung den Balanceakt der neuen Koalition zwischen grünen Verpflichtungen und wirtschaftlicher Realität. Finanzminister Jan Jambon betont, dass der Satz von 7 Euro jährlich 85 Millionen Euro Einnahmen generiere und „den Druck auf die Luftfahrtbranche zur Dekarbonisierung aufrechterhalte“, während gleichzeitig die Abwanderung von Passagieren zu ausländischen Flughäfen begrenzt werde. Umweltorganisationen bleiben skeptisch und kritisieren, dass die Abgabe weiterhin weit unter den externen Kosten von CO₂-Emissionen und Fluglärm liege.
In der Praxis muss der endgültige Satz noch in einem Königlichen Erlass bestätigt werden, der später in diesem Jahr erwartet wird. Fluggesellschaften werden ihre globalen Vertriebssysteme nach Veröffentlichung anpassen, doch Mobilitätsteams sollten Reisende darauf hinweisen, dass sich die für 2027 angegebenen Tarife bei der Ticketausstellung noch ändern können. Arbeitgeber, die Pauschalen für Umzüge zahlen, sollten die neue Steuer ebenfalls im Blick behalten, da sie die Kaufkraft für Heimflüge und Reisen von Angehörigen schmälern könnte.
Quelle: The Brussels Times