
Auf einer Konferenz in Mumbai am 21. September stellte Ministerpräsident Devendra Fadnavis die „Global Workforce Mobility Policy 2026“ von Maharashtra vor – Indiens ersten landesweiten Plan zur gezielten Vorbereitung der Bevölkerung auf eine Beschäftigung im Ausland. Die von der Maharashtra Institution for Transformation (MITRA) und der neu gegründeten Maharashtra Agency for Holistic International Mobility & Advancement (MAHIMA) erarbeitete Richtlinie sieht die Einführung länderspezifischer „Skill-Pässe“, Fremdsprachentrainings, internationaler Zertifizierungswege sowie eines sicheren digitalen Rekrutierungsmarktplatzes vor. Beamte betonten, dass demografische Veränderungen und Arbeitskräftemangel in Ländern wie Japan, Deutschland, Israel und den Golfstaaten „einmalige Chancen“ für indische Arbeitskräfte bieten. Durch die Analyse der internationalen Arbeitsnachfrage und die Anpassung der ITI-Lehrpläne will Maharashtra jährlich Zehntausende Schweißer, Pflegekräfte, Bauleiter und Softwaretester ins Ausland vermitteln – und sie gleichzeitig vor unseriösen Vermittlern schützen. Ein zentrales Element ist die sogenannte zirkuläre Mobilität von Talenten: Rückkehrer erhalten für ihre Auslandserfahrung eine bevorzugte Anstellung in heimischen Industrieclustern rund um Pune, Aurangabad und Nagpur. Die Richtlinie schreibt zudem eine kulturelle Vorbereitung vor der Abreise, Versicherungsschutz und Unterstützung bei der Ankunft durch indische Vertretungen vor. Für globale Arbeitgeber bietet die Initiative einen Pool geprüfter, englischsprachiger Fachkräfte mit staatlich validierten Qualifikationen. Indische Multinationale profitieren bei der Entsendung von Mitarbeitern in Auslandstöchter, da Dokumentation und Qualifikationsanerkennung standardisiert werden. Experten für Einwanderungsrecht weisen darauf hin, dass die staatlich geförderte Qualifizierung künftig mit den auf Bundesebene verhandelten Mobility and Migration Agreements (MMAs) mit der EU und Großbritannien verknüpft werden könnte, was die Arbeitserlaubnisquoten für indische Staatsbürger erleichtert.
Quelle: Mid-Day
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