
Der King Khalid International Airport in Riad wurde am 18. Oktober nach einer einwöchigen Schließung aufgrund von Huthi-Raketenangriffen still und leise wieder eröffnet, doch der reguläre Betrieb bleibt weiterhin schwierig. Die Luftfahrtredaktion von The National bestätigte am 20. Oktober, dass saudische Behörden nun für jeden Start und jede Landung eine vorherige Genehmigung verlangen – eine bürokratische Hürde, die viele Fluggesellschaften kurzfristig nicht überwinden können oder wollen. Infolgedessen hat Etihad alle Flüge von Abu Dhabi nach Riad, Dammam und Dschidda bis mindestens 24. Oktober gestrichen, während Emirates, flydubai und Air Arabia ihre gesamten Riad-Flugpläne in den globalen Buchungssystemen als „CXLD“ (cancelled) markieren. Auch internationale Airlines wie Qatar Airways und KLM haben die Wiederaufnahme von Flügen nach Riad auf Ende November oder Anfang 2027 verschoben. Für Reisende aus den VAE ist die Botschaft klar: Ein offiziell geöffneter Flughafen bedeutet nicht automatisch verlässlichen Flugverkehr. Mobilitätsmanager sollten wichtige Reisen über Bahrain, Maskat oder Direktflüge nach Dschidda/Madinah umleiten und gegebenenfalls Bodentransporte organisieren, falls ein Geschäftstermin in der Hauptstadt unumgänglich ist. Passagiere mit bereits gebuchten Flügen nach Riad können Rückerstattungen oder kostenlose Umbuchungen beantragen, allerdings gelten Einschränkungen je nach Tarifklasse. Die unregelmäßige Wiedereröffnung erschwert auch die Planung der Umrah-Pilgerfahrten. Pilger mit mehrstufigen Reiserouten müssen genau prüfen, welche saudischen Terminals geöffnet sind und ob Inlandsverbindungen weiterhin buchbar sind. Versicherungen, die Kriegsschäden ausschließen, erheben inzwischen Zuschläge oder streichen die medizinische Evakuierungsdeckung für Reisen mit Zwischenstopp in Riad. Experten sehen in diesem Vorfall einen Hinweis auf einen größeren Trend: Die Golf-Drehkreuze sind zunehmend von regionaler Sicherheitsinstabilität betroffen, und Fluggesellschaften reagieren mit bisher ungeahnter Flexibilität bei der Kapazitätsplanung. Unternehmen sollten daher dauerhaft Notfallklauseln in Reise- und Einsatzverträge aufnehmen, anstatt Störungen als einmalige Ausnahmen zu betrachten.
Quelle: The National
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