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Der Schweizer Bundesrat friert die Kontingente für Arbeitserlaubnisse 2026 ein und verschafft Arbeitgebern seltene Planungssicherheit

Dez. 2, 2025
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Der Schweizer Bundesrat friert die Kontingente für Arbeitserlaubnisse 2026 ein und verschafft Arbeitgebern seltene Planungssicherheit
Schweizer Unternehmen, die auf hochqualifizierte ausländische Fachkräfte angewiesen sind, begrüßten heute (1. Dezember 2025) die Kontinuität. In einer am 28. November gefassten und über Nacht veröffentlichten Entscheidung bestätigte der Bundesrat, dass die nationalen Kontingente für die Rekrutierung von Fachkräften aus sogenannten Drittstaaten im Jahr 2026 unverändert bleiben. Die Änderung der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE) hält die Obergrenze bei 8.500 Bewilligungen – davon 4.500 B-Aufenthaltsbewilligungen für Einsätze von mehr als einem Jahr und 4.000 L-Bewilligungen für Aufenthalte bis zu zwölf Monaten.

Das Bundesamt verlängerte zudem die Sonderkontingente, die es EU/EFTA-Dienstleistern, die länger als 120 Tage in der Schweiz tätig sind, ermöglichen, 3.000 L- und 500 B-Bewilligungen zu erhalten. Britische Staatsangehörige profitieren weiterhin von einem maßgeschneiderten Paket von 1.400 L- und 2.100 B-Bewilligungen im Rahmen des Post-Brexit-Dienstleistungsmobilitätsabkommens.

Der Schweizer Bundesrat friert die Kontingente für Arbeitserlaubnisse 2026 ein und verschafft Arbeitgebern seltene Planungssicherheit


Wirtschaftsverbände hatten sich nach einem Nettozuzug auf einem 17-Jahres-Hoch im Sommer intensiv für eine Beibehaltung der Kontingente eingesetzt. Die Cluster aus den Bereichen Engineering, Biotechnologie und Fintech rund um Zürich, Basel und Genfersee verzeichnen weiterhin über 120.000 offene Stellen, die lokal nicht besetzt werden können, während die nationale Arbeitslosenquote bei knapp 2 Prozent liegt. Arbeitgeberverbände warnten, dass eine Reduktion das Wachstum ersticken würde, gerade jetzt, wo die Schweiz ihre Position als Innovationszentrum Europas festigen will. Im Gegensatz dazu forderte die rechtsgerichtete Schweizerische Volkspartei (SVP) tiefere Einschnitte mit Verweis auf den Druck auf Wohnraum und Infrastruktur.

Für globale Mobilitäts- und HR-Teams bietet der Status quo seltene Planungssicherheit bei der Budgetierung. Die kantonalen Migrationsämter werden in den kommenden Wochen ihre individuellen Kontingente veröffentlichen – Zürich und Genf erhalten traditionell die größten Anteile – und die Antragsportale öffnen am 2. Januar. Praktiker sollten sich dennoch frühzeitig vorbereiten: Mehr als die Hälfte des Bundesquotums 2025 war bereits Ende September ausgeschöpft, und mehrere Kantone hatten ihre Unterkontingente vor Jahresende aufgebraucht. Die Behörden prüfen weiterhin Arbeitsmarktanalysen, Gehaltsbenchmarks und Einsatzverträge, weshalb eine vollständige Dokumentation unerlässlich bleibt.

Mit Blick auf die Zukunft wird erwartet, dass die Einwanderungskontingente bei den Bundeswahlen im Oktober 2026 eine zentrale Rolle spielen werden. Die SVP hat bereits eine parlamentarische Initiative eingereicht, die eine Reduktion der Gesamtquoten um 10 Prozent sowie die Wiedereinführung von Arbeitsmarktprüfungen fordert, die 2021 abgeschafft wurden. Für mindestens die nächsten 13 Monate können multinationale Unternehmen jedoch ihre Personalplanung für 2026 mit der Gewissheit vornehmen, dass das Schweizer Bewilligungssystem weitgehend unverändert bleibt.
Quelle: VisaHQ Global Mobility News

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