1. Globale Mobilitätsnachrichten
  2. /
  3. Schweiz
  4. /
  5. Schweiz friert Kontingente für Arbeitserlaubnisse 2026 ein und schafft Arbeitgebern seltene Planungssicherheit

Schweiz friert Kontingente für Arbeitserlaubnisse 2026 ein und schafft Arbeitgebern seltene Planungssicherheit

Dez. 4, 2025
·
Schweiz friert Kontingente für Arbeitserlaubnisse 2026 ein und schafft Arbeitgebern seltene Planungssicherheit
Der Schweizer Bundesrat hat stillschweigend bestätigt, dass die Kontingente für Drittstaatsangehörige, EU/EFTA-Dienstleistungserbringer und britische Staatsbürger, die in der Schweiz beschäftigt werden dürfen, im gesamten Jahr 2026 unverändert bleiben.

Gemäß der revidierten Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (OASA) stehen Arbeitgebern erneut 8.500 Bewilligungen für hochqualifizierte Fachkräfte aus Nicht-EU/EFTA-Staaten zur Verfügung – davon 4.500 B-Aufenthaltsbewilligungen für Einsätze von mehr als 12 Monaten und 4.000 L-Kurzaufenthaltsbewilligungen für Aufenthalte bis zu einem Jahr. Parallel dazu hat Bern zwei wichtige Kontingente für projektbezogene Branchen verlängert: 3.000 L- und 500 B-Bewilligungen für EU/EFTA-Dienstleistungserbringer, die länger als 120 Tage in der Schweiz tätig sind, sowie einen speziellen Brexit-Puffer von 1.400 L- und 2.100 B-Bewilligungen, die britischen Staatsangehörigen im Rahmen des Abkommens über die Mobilität von Dienstleistungen vorbehalten sind.

Schweiz friert Kontingente für Arbeitserlaubnisse 2026 ein und schafft Arbeitgebern seltene Planungssicherheit


Fachverantwortliche für Geschäftsimigration begrüßen diese Entscheidung. Die Kontingentzahlen werden oft erst wenige Wochen vor Jahresbeginn bekannt gegeben, was die Personalplanung und Projektbesetzung für multinationale Unternehmen in Schweizer Zentren wie Zürich, Basel und Genf erschwert. Mit der Veröffentlichung der Zahlen für 2026 bereits 13 Monate im Voraus können HR-Teams nun Personalpläne erstellen, Anträge früh im Januar einreichen und die Fachabteilungen über mögliche Risiken einer Kontingenterschöpfung in IT- und Biotech-Clustern informieren.

Die kantonalen Migrationsämter betonen jedoch, dass ein unverändertes nationales Kontingent Engpässe nicht ausschließt. Im Jahr 2025 lag die landesweite Auslastung der Drittstaatenkontingente bei nur 74 %, dennoch waren in beliebten Kategorien in Zürich und Waadt im Spätherbst die Kontingente bereits erschöpft. Experten raten daher Unternehmen, Dokumente frühzeitig vorzubereiten, den Kontingentverbrauch in Echtzeit zu verfolgen und Anträge sofort nach Öffnung der kantonalen „Kontingent-Töpfe“ am 2. Januar einzureichen.

Für global mobile Fachkräfte bedeutet die Ankündigung, dass das in der Schweiz hochselektive, aber verlässliche Bewilligungssystem mindestens ein weiteres Jahr stabil bleibt – eine gute Nachricht sowohl für Spezialistinnen und Spezialisten als auch für ihre Arbeitgeber.
Quelle: VisaHQ Global Mobility News

Wie VisaHQ helfen kann

VisaHQ vereinfacht die Visumbeantragung für Privatpersonen und Unternehmen. Prüfen Sie die aktuellen Reisebestimmungen, bereiten Sie die erforderlichen Unterlagen vor und verwalten Sie Ihren Antrag online über das VisaHQ-Portal für Schweiz.

Visa- und Einwanderungsteam @ VisaHQ

Das Expertenteam für Visa und Einwanderung von VisaHQ hilft Einzelpersonen und Unternehmen, die globalen Reise-, Arbeits- und Aufenthaltsanforderungen zu bewältigen. Wir kümmern uns um die Dokumentenvorbereitung, die Einreichung von Anträgen, die Koordination mit Regierungsbehörden und alle Aspekte, die notwendig sind, um schnelle, konforme und stressfreie Genehmigungen zu gewährleisten.

Redaktionelle Richtlinien
×