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OECD lobt Integration von Einwanderern in der Schweiz, fordert aber Maßnahmen gegen die Geschlechterkluft

Dez. 4, 2025
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OECD lobt Integration von Einwanderern in der Schweiz, fordert aber Maßnahmen gegen die Geschlechterkluft
Ein neuer OECD-Bericht vom 2. Dezember 2025 lobt selten die Schweiz für ihren Umgang mit der Integration von im Ausland geborenen Einwohnern. Laut der Studie sind 77 % der erwerbsfähigen Migranten beschäftigt – deutlich über dem OECD-Durchschnitt – und die Neuankömmlinge verfügen über hohe Bildungsabschlüsse und gute Sprachkenntnisse. Drei Viertel der Migranten sind im Rahmen des Freizügigkeitsabkommens der EU eingereist, was Arbeitgebern einen relativ einfachen Zugang zu europäischen Fachkräftepools ermöglicht.

Die OECD hebt das Schweizer Berufsbildungssystem, die dezentralen kantonalen Programme und großzügige Sprachförderungen als vorbildliche Beispiele hervor, die andere Länder übernehmen könnten. Für globale Mobilitätsteams bieten die Ergebnisse wertvolle Argumente, wenn Entsandte Fragen zu Schulbildung, Sprachunterstützung oder Lebensqualität stellen.

OECD lobt Integration von Einwanderern in der Schweiz, fordert aber Maßnahmen gegen die Geschlechterkluft


Gleichzeitig weist der 120-seitige Bericht auf eine anhaltende Geschlechterlücke hin. Migrantinnen sind deutlich seltener als Männer in ihrem Qualifikationsniveau entsprechende Jobs tätig. Ursachen sind unter anderem begrenzte Kinderbetreuungsangebote, Teilzeitnormen und langsamere Sprachentwicklung bei mitziehenden Ehepartnerinnen. Die OECD empfiehlt den Ausbau der Kinderbetreuung, gezielte Sprachkurse und Mentoring-Programme, um dieses ungenutzte Potenzial besser zu fördern.

Die Schweizer Politik begrüßt die positive Bewertung, nimmt die Kritik aber ernst. Das Staatssekretariat für Migration (SEM) kündigte an, die Empfehlungen im Vorfeld der geplanten Überarbeitung der Integrationsagenda Suisse 2026 zu prüfen, die zusätzliche Mittel für Kantone bereitstellen könnte, die geschlechterspezifische Programme erproben.

Für Arbeitgeber ergibt sich eine klare praktische Konsequenz: Unternehmen, die familienunterstützende Leistungen, Dual-Career-Programme und flexible Arbeitsmodelle anbieten, verschaffen sich einen Wettbewerbsvorteil bei der Gewinnung und Bindung internationaler Talente – insbesondere hochqualifizierter Paare in den MINT- und Life-Sciences-Branchen.
Quelle: VisaHQ Global Mobility News

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