
Eine Koalition von 20 demokratisch geführten Bundesstaaten unter Führung Kaliforniens reichte am 12. Dezember vor einem Bundesgericht in Boston Klage gegen den Plan der Trump-Administration ein, Arbeitgebern eine Anmeldegebühr von 100.000 US-Dollar für jede neue H-1B-Petition zu berechnen. Die im September angekündigte Gebühr, die mit der H-1B-Kapazitätssaison des Haushaltsjahres 2027 in Kraft treten soll, würde die bisherige Grundgebühr von 460 US-Dollar sowie die 4.000 US-Dollar schwere Betrugspräventionsabgabe für Großunternehmen ersetzen. Die Generalstaatsanwälte der Bundesstaaten argumentieren, dass das Einwanderungsgesetz der US-Einwanderungsbehörde (USCIS) nur erlaubt, die tatsächlichen Bearbeitungskosten zu decken, nicht jedoch Einnahmen zu generieren oder die Nutzung des Visums zu erschweren. Sie schätzen, dass die neue Gebühr etwa 250-mal höher ist als die von der Behörde selbst prognostizierten Kosten.
Die Klage warnt vor gravierenden Folgen für den Arbeitsmarkt. Kaliforniens Generalstaatsanwalt Rob Bonta betonte, dass fast ein Viertel der Ärzte im Bundesstaat, 45 Prozent der Softwareingenieure im Silicon Valley und Tausende von Lehrkräften an öffentlichen Schulen auf das H-1B-Programm angewiesen sind. „Eine Gebühr von 100.000 US-Dollar pro Arbeitnehmer würde Krankenhäuser, Klassenzimmer und Start-ups gleichermaßen lähmen“, sagte Bonta auf einer Pressekonferenz. Mehrere Universitätssysteme schlossen sich einer Amicus-Curiae-Stellungnahme an und argumentierten, die Regelung würde Forschungsförderung und internationale Zusammenarbeit untergraben.
Wirtschaftsverbände haben bereits parallele Klagen eingereicht. Die US-Handelskammer betont, dass nur der Kongress gebührenerhöhende Maßnahmen erlassen darf und dass die Regel gegen das Verwaltungsverfahrensgesetz verstößt, da die USCIS keine wirtschaftliche Folgenabschätzung vorgelegt habe. Technologieriesen wie Google und Microsoft signalisierten ihre Unterstützung für die Klage und erklärten, sie könnten hochqualifizierte Forschungs- und Entwicklungsstellen ins Ausland verlagern, falls die Gebühr durchgesetzt wird.
Für Arbeitgeber, die sich auf die H-1B-Lotterie im kommenden Frühjahr vorbereiten, schafft die Klage Unsicherheit. Sofern keine landesweite einstweilige Verfügung erlassen wird, kündigt die USCIS an, das Anmeldefenster für H-1B am 3. März mit der neuen Gebühr zu öffnen. Unternehmen wird geraten, finanzielle Reserven einzuplanen und alternative Visastrategien (z. B. L-1, O-1, TN) für Schlüsselkräfte in Betracht zu ziehen.
Der Rechtsstreit bereitet zudem den Boden für eine umfassendere Auseinandersetzung über das erklärte Ziel der Regierung, die Zahl der temporären Arbeitsvisa innerhalb von vier Jahren um 60 Prozent zu reduzieren. Beobachter erwarten, dass der Fall noch vor Ablauf dieser Frist vor dem Obersten Gerichtshof verhandelt wird und damit wegweisend für die künftige Einwanderungspolitik im Beschäftigungsbereich sein wird.
Die Klage warnt vor gravierenden Folgen für den Arbeitsmarkt. Kaliforniens Generalstaatsanwalt Rob Bonta betonte, dass fast ein Viertel der Ärzte im Bundesstaat, 45 Prozent der Softwareingenieure im Silicon Valley und Tausende von Lehrkräften an öffentlichen Schulen auf das H-1B-Programm angewiesen sind. „Eine Gebühr von 100.000 US-Dollar pro Arbeitnehmer würde Krankenhäuser, Klassenzimmer und Start-ups gleichermaßen lähmen“, sagte Bonta auf einer Pressekonferenz. Mehrere Universitätssysteme schlossen sich einer Amicus-Curiae-Stellungnahme an und argumentierten, die Regelung würde Forschungsförderung und internationale Zusammenarbeit untergraben.
Wirtschaftsverbände haben bereits parallele Klagen eingereicht. Die US-Handelskammer betont, dass nur der Kongress gebührenerhöhende Maßnahmen erlassen darf und dass die Regel gegen das Verwaltungsverfahrensgesetz verstößt, da die USCIS keine wirtschaftliche Folgenabschätzung vorgelegt habe. Technologieriesen wie Google und Microsoft signalisierten ihre Unterstützung für die Klage und erklärten, sie könnten hochqualifizierte Forschungs- und Entwicklungsstellen ins Ausland verlagern, falls die Gebühr durchgesetzt wird.
Für Arbeitgeber, die sich auf die H-1B-Lotterie im kommenden Frühjahr vorbereiten, schafft die Klage Unsicherheit. Sofern keine landesweite einstweilige Verfügung erlassen wird, kündigt die USCIS an, das Anmeldefenster für H-1B am 3. März mit der neuen Gebühr zu öffnen. Unternehmen wird geraten, finanzielle Reserven einzuplanen und alternative Visastrategien (z. B. L-1, O-1, TN) für Schlüsselkräfte in Betracht zu ziehen.
Der Rechtsstreit bereitet zudem den Boden für eine umfassendere Auseinandersetzung über das erklärte Ziel der Regierung, die Zahl der temporären Arbeitsvisa innerhalb von vier Jahren um 60 Prozent zu reduzieren. Beobachter erwarten, dass der Fall noch vor Ablauf dieser Frist vor dem Obersten Gerichtshof verhandelt wird und damit wegweisend für die künftige Einwanderungspolitik im Beschäftigungsbereich sein wird.
Quelle: Reuters
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