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Weihnachtsreisechaos in Großbritannien sorgt für Sorgen bei Schweizer Geschäftsreisenden

Dez. 25, 2025
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Weihnachtsreisechaos in Großbritannien sorgt für Sorgen bei Schweizer Geschäftsreisenden
Die Schweizer Mobilitätsmanager erwachten am 24. Dezember mit düsteren Schlagzeilen aus Großbritannien: Das Land bereitet sich auf eine der verkehrsreichsten – und am stärksten gestörten – Urlaubssaisons seit einem Jahrzehnt vor. Regierungsbehörden wie das britische Verkehrsministerium, National Rail und die Luftfahrtbehörde warnen vor Rekordpassagierzahlen zwischen dem 19. Dezember und dem 4. Januar. Allein am Flughafen Heathrow werden an Weihnachten fast 900 planmäßige Abflüge erwartet, ein Anstieg von 10 % gegenüber 2024, während der Automobilclub RAC 4,2 Millionen Autofahrten am Heiligabend prognostiziert.

Für Schweizer Unternehmen, die Mitarbeiter nach London, Manchester oder in die Life-Science-Cluster rund um Cambridge und Oxford entsenden, sind diese Engpässe von großer Bedeutung. Heathrow, Gatwick, Manchester und Birmingham sind wichtige Langstrecken-Drehkreuze für Schweizer Multinationale, und mehrere zentrale Verbindungen – Zürich-Heathrow, Genf-Gatwick und Basel-Manchester – sind im Dezember bereits stark ausgelastet. Lange Wartezeiten bei Sicherheitskontrollen und Einwanderung werden erwartet, zudem führen Bauarbeiten von Network Rail dazu, dass Zugverbindungen in die Midlands und nach Schottland am 24. Dezember frühzeitig eingestellt werden.

Weihnachtsreisechaos in Großbritannien sorgt für Sorgen bei Schweizer Geschäftsreisenden


Der Luftverkehr ist nicht der einzige Engpass. Die Autobahnabschnitte M25 und M4, die bei Schweizer Spediteuren für den Transport von Medizinprodukten und Luxusgütern beliebt sind, werden nachts gesperrt, während Fährbetreiber in Dover Fahrern raten, nicht mehr als zwei Stunden vor Abfahrt anzukommen. Die Fernbusanbieter Flixbus und National Express haben ihre Kapazitäten erhöht, warnen jedoch, dass die Plätze bereits Tage im Voraus ausgebucht sind.

Die Firmenreiseteams raten daher den Mitarbeitern, wenn möglich am 26. oder 27. Dezember zu fliegen, großzügige vierstündige Puffer für Anschlussverbindungen einzuplanen und die Umbuchungstools der Airlines genau im Blick zu behalten. Nach den britischen und EU-Verordnungen EU261 haben Passagiere bei Verspätungen von mehr als drei Stunden Anspruch auf Entschädigung – allerdings nur, wenn sie Bordkarten und Belege aufbewahren.

Langfristig betonen Schweizer Mobilitätsexperten, dass die Staus die Notwendigkeit einer diversifizierten Routenwahl unterstreichen: Die Verbindung Basel-Mulhouse nach Birmingham mit easyJet oder die Bahnreise über Paris und Eurostar kann im Dezember manchmal schneller sein als Zürich-Heathrow. Ob diese Erkenntnis sich durchsetzt, hängt davon ab, wie gut die britische Infrastruktur den Belastungstest der kommenden zwei Wochen meistert.
Quelle: Travel & Tour World

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