
Die Weihnachtswoche begann für internationale Reisende am Flughafen Václav Havel Prag mit Frustration, nachdem das neue automatisierte Ein- und Ausreisesystem (EES) der EU am 19. Dezember während des morgendlichen Ansturms fast zwei Stunden lang ausfiel. Da die Kioske keine Fingerabdrücke oder Gesichtsbilder erfassen konnten, mussten die tschechischen Fremdenpolizisten auf manuelle Kontrollen zurückgreifen, wodurch die übliche Passkontrolle von 30 bis 40 Minuten für einige Nicht-EU-Passagiere auf bis zu drei Stunden anwuchs. Zwei Langstreckenflüge – Etihads Flug nach Abu Dhabi und Korean Airs Flug nach Seoul – wurden zurückgehalten, um verpasste Anschlussflüge zu schützen, während Dutzende Kurzstreckenflüge mit leeren Sitzen starteten, da Transitpassagiere die Sicherheitskontrolle nicht rechtzeitig erneut passieren konnten.
Die Flughafenleitung machte einen fehlerhaften Software-Patch verantwortlich, der über Nacht vom EU-Auftragnehmer geliefert wurde, und kündigte an, bis Mitte Januar 60 temporäre „Grenzhelfer“ einzustellen sowie 20 zusätzliche Selbstbedienungskioske zu installieren, um eine Wiederholung der Engpässe zu vermeiden. Branchenvertreter weisen darauf hin, dass Prag im Jahr 2025 14,8 Millionen Passagiere abfertigte und im nächsten Jahr die 15-Millionen-Marke überschreiten will – ein Ziel, das nun von der Stabilität des EES abhängt.
Der Vorfall fügt sich in breitere Sorgen innerhalb des Schengen-Raums ein. Der Airports Council International (ACI) warnt, dass biometrische Anlaufschwierigkeiten die Grenzkontrollzeiten an mehreren Drehkreuzen um bis zu 70 % verlängern und ein Sicherheitsrisiko darstellen könnten, wenn sich Warteschlangen in gesicherte Bereiche zurückstauen. Das tschechische Innenministerium betont, dass das Land im Zeitplan für den EU-weiten Start des EES am 10. April 2026 liegt, räumt aber ein, dass während der Weihnachtsmarkt-Hochsaison weitere Probleme wahrscheinlich sind.
Für Firmenmobilitätsteams haben die Auswirkungen unmittelbare Folgen. Unternehmen raten ihren Mitarbeitern, mindestens drei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein, enge Anschlussverbindungen über Prag oder Wien zu vermeiden und als Backup Papierkopien der Reisedokumente mitzuführen, falls weitere Verzögerungen eine Umleitung erfordern. Arbeitgeber mit häufigen Schengen-Reisenden sollten zudem daran erinnern, dass das biometrische System automatisch die verbleibenden „90/180-Tage“-Aufenthaltszeiten für Nicht-EU-Bürger berechnet und Überziehungen meldet – Fehler, die nun sofortige Geldstrafen oder mehrjährige Einreiseverbote nach sich ziehen können.
Mittelfristig wird die Reaktion des Prager Flughafens – zusätzliche Mitarbeiter und Kioske – von anderen regionalen Flughäfen mit ähnlichen EES-Herausforderungen genau beobachtet. Funktionieren die Maßnahmen, könnten sie als Vorbild für ganz Mitteleuropa dienen. Bleiben sie erfolglos, könnten Geschäftsreisende ihre Anschlussverbindungen vorübergehend über München oder Frankfurt umleiten müssen, bis die Technologie ausgereift ist.
Die Flughafenleitung machte einen fehlerhaften Software-Patch verantwortlich, der über Nacht vom EU-Auftragnehmer geliefert wurde, und kündigte an, bis Mitte Januar 60 temporäre „Grenzhelfer“ einzustellen sowie 20 zusätzliche Selbstbedienungskioske zu installieren, um eine Wiederholung der Engpässe zu vermeiden. Branchenvertreter weisen darauf hin, dass Prag im Jahr 2025 14,8 Millionen Passagiere abfertigte und im nächsten Jahr die 15-Millionen-Marke überschreiten will – ein Ziel, das nun von der Stabilität des EES abhängt.
Der Vorfall fügt sich in breitere Sorgen innerhalb des Schengen-Raums ein. Der Airports Council International (ACI) warnt, dass biometrische Anlaufschwierigkeiten die Grenzkontrollzeiten an mehreren Drehkreuzen um bis zu 70 % verlängern und ein Sicherheitsrisiko darstellen könnten, wenn sich Warteschlangen in gesicherte Bereiche zurückstauen. Das tschechische Innenministerium betont, dass das Land im Zeitplan für den EU-weiten Start des EES am 10. April 2026 liegt, räumt aber ein, dass während der Weihnachtsmarkt-Hochsaison weitere Probleme wahrscheinlich sind.
Für Firmenmobilitätsteams haben die Auswirkungen unmittelbare Folgen. Unternehmen raten ihren Mitarbeitern, mindestens drei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein, enge Anschlussverbindungen über Prag oder Wien zu vermeiden und als Backup Papierkopien der Reisedokumente mitzuführen, falls weitere Verzögerungen eine Umleitung erfordern. Arbeitgeber mit häufigen Schengen-Reisenden sollten zudem daran erinnern, dass das biometrische System automatisch die verbleibenden „90/180-Tage“-Aufenthaltszeiten für Nicht-EU-Bürger berechnet und Überziehungen meldet – Fehler, die nun sofortige Geldstrafen oder mehrjährige Einreiseverbote nach sich ziehen können.
Mittelfristig wird die Reaktion des Prager Flughafens – zusätzliche Mitarbeiter und Kioske – von anderen regionalen Flughäfen mit ähnlichen EES-Herausforderungen genau beobachtet. Funktionieren die Maßnahmen, könnten sie als Vorbild für ganz Mitteleuropa dienen. Bleiben sie erfolglos, könnten Geschäftsreisende ihre Anschlussverbindungen vorübergehend über München oder Frankfurt umleiten müssen, bis die Technologie ausgereift ist.
Quelle: VisaHQ Global Mobility News