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Neue Regel erlaubt den USA, Asyl aus Gründen des Gesundheitsschutzes abzulehnen

Dez. 30, 2025
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Neue Regel erlaubt den USA, Asyl aus Gründen des Gesundheitsschutzes abzulehnen
Die Trump-Administration hat stillschweigend einen Pandemie-bedingten Vorschlag wiederbelebt, der Einwanderungsbeamten die Befugnis gibt, Asylsuchende abzuweisen, die ein Risiko für übertragbare Krankheiten darstellen. Die am 29. Dezember 2025 verabschiedete und ab Mittwoch in Kraft tretende Regelung ändert 8 CFR § 208 dahingehend, dass der Heimatschutzminister oder der Generalstaatsanwalt eine Person als „nicht berechtigt für Asyl, Abschiebeschutz oder CAT-Schutz“ einstufen kann, wenn deren Einreise eine ernsthafte Gefahr für die öffentliche Gesundheit darstellt.

Obwohl die Regierung betont, dass die Regel lediglich ein „weiteres Instrument“ für Notfälle darstellt, weisen Kritiker darauf hin, dass sie eng an die während COVID-19 angewandten Title-42-Abweisungen angelehnt ist – jedoch ohne die Voraussetzung eines offiziell erklärten Gesundheitsnotstands. Die medizinischen Screening-Standards werden vom Centers for Disease Control and Prevention (CDC) festgelegt; Migranten könnten bei aktiver Tuberkulose, neuartigen Influenzastämmen oder jeder vom CDC als „quarantänepflichtig“ eingestuften Krankheit abgewiesen werden.

Neue Regel erlaubt den USA, Asyl aus Gründen des Gesundheitsschutzes abzulehnen


Für Unternehmen, die Mitarbeiter über die US-mexikanische Grenze versetzen, sind die unmittelbaren Auswirkungen begrenzt, da die Regelung auf Asylverfahren abzielt und nicht auf Einreisen aus Beschäftigungsgründen. Dennoch sollten Mobilitätsplaner mögliche Folgewirkungen im Blick behalten: Die US-Grenzschutzbehörde (CBP) könnte Personal von den kommerziellen Grenzstellen zu Gesundheitskontrollen umleiten, was die Wartezeiten an den Grenzübergängen verlängert; humanitäre Anträge für begleitende Familienmitglieder könnten strenger geprüft werden; und der ohnehin bestehende Rückstau bei Asylverfahren könnte sich durch Rechtsstreitigkeiten weiter verschärfen.

Interessengruppen haben bereits rechtliche Schritte angekündigt und argumentieren, dass die Regelung gegen nationale Asylgesetze und internationale Vertragsverpflichtungen verstößt. Sollte die Regelung Bestand haben, könnten künftige Regierungen sie nutzen, um die Grenze bei Krankheitsausbrüchen zu schließen – was die Befürchtung nährt, dass schnelle Grenzschließungen im Stil von Title 42 dauerhaft Teil der US-Einwanderungspolitik werden.

Praktischer Rat für Arbeitgeber: Halten Sie Notfallpläne für grenzüberschreitende Einsätze bereit, beobachten Sie die Bearbeitungszeiten an den Grenzübergängen genau und stellen Sie sicher, dass die Krankenversicherung der Mitarbeiter umfassenden Schutz für Tests und Behandlungen übertragbarer Krankheiten bietet, da diese bei künftigen Gesundheitskrisen an der Grenze verpflichtend werden könnten.
Quelle: Reuters

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