
Ein seltener technischer Ausfall des Instrumentenlandesystems (ILS) am Flughafen Mailand-Bergamo Il Caravaggio (BGY) lähmte in der Nacht zum Samstag, den 3. Januar, einen der verkehrsreichsten Low-Cost-Hubs Italiens. Die Auswirkungen waren noch am Sonntag, den 4. Januar, spürbar. Laut dem Flughafenbetreiber SACBO und dem Luftfahrt-Navigationsanbieter ENAV fiel die Präzisionsanflugtechnik zeitgleich mit dichtem Abendnebel aus, was die Fluglotsen zwang, für fast fünf Stunden alle Ankünfte und Abflüge auszusetzen. Reuters zählte 26 gestrichene Abflüge, sechs Umleitungen und sieben stark verzögerte Abflüge, wodurch Tausende Passagiere auf Gepäckbändern und Terminalböden übernachten mussten.
Obwohl die Techniker das ILS kurz vor Mitternacht wieder in Betrieb nahmen, führten die verschobenen Flugzeuge und außerhalb der regulären Dienstzeiten eingesetzten Crews dazu, dass die Frühflüge am 4. Januar mit anhaltenden Verspätungen starteten. Ryanair, das mehr als 20 Flugzeuge in Bergamo stationiert hat, warnte, die Erholung könne „24 bis 48 Stunden“ dauern, da Flugzeuge und Crews von Ausweichflughäfen wie Malpensa (MXP) und Linate (LIN) umgeleitet werden müssten. Die Reise-Risikoberatung Adept Traveler riet Reisenden, den 4. Januar als „Netzwerk-Neustart-Tag“ zu betrachten, da Passagiere mit getrennten Tickets und Selbstanschlüssen besonders gefährdet seien, Anschlussflüge zu verpassen.
Für Manager der Unternehmensmobilität ist der Vorfall eine Mahnung an die Anfälligkeit von Punkt-zu-Punkt-Low-Cost-Netzwerken. Wenn ein Basishafen ausfällt, geraten Flugzeuge und Crews aus dem Takt, was zu weiteren Ausfällen in ganz Europa führt; Mitarbeiter, die für Montagstermine nach Mailand reisen wollten, wurden plötzlich über Wien umgeleitet oder mussten in Köln übernachten. Unternehmen mit strengen Reisegenehmigungsfenstern stellten fest, dass Alternativen am selben Tag deutlich teurer oder gar ausgebucht waren.
Praktisch sollten Reisende mit italienischen Reiserouten in dieser Woche längere Zwischenstopps einplanen oder auf Full-Service-Airlines setzen, deren Allianzschutz die Umbuchung erleichtert. Wer bereits ein Ticket für BGY besitzt, kann noch auf MXP ausweichen, das mit dem Malpensa Express in 51 Minuten (€15) an den Mailänder Hauptbahnhof angebunden ist, oder auf LIN, das dank der neuen U-Bahn-Linie M4 in nur 12 Minuten das Stadtzentrum erreicht. Arbeitgeber sollten zudem beachten, dass die EU-Verordnung EU-261 bei technischen Störungen, die im Verantwortungsbereich des Flughafens liegen, Entschädigungen vorsieht: Anspruchsberechtigte Passagiere können bis zu 250 € für Kurzstrecken und 400 € für längere innergemeinschaftliche Flüge geltend machen.
Der Vorfall veranlasste ENAV, eine interne Überprüfung der Wartungsprotokolle für regionale ILS-Anlagen einzuleiten, da befürchtet wird, dass Winternebelereignisse häufiger und störender werden. SACBO kündigte an, vor der geschäftigen Ski-Charter-Saison Ende Januar einen Bericht mit „Lessons Learned“ zur Passagierabfertigung zu veröffentlichen.
Obwohl die Techniker das ILS kurz vor Mitternacht wieder in Betrieb nahmen, führten die verschobenen Flugzeuge und außerhalb der regulären Dienstzeiten eingesetzten Crews dazu, dass die Frühflüge am 4. Januar mit anhaltenden Verspätungen starteten. Ryanair, das mehr als 20 Flugzeuge in Bergamo stationiert hat, warnte, die Erholung könne „24 bis 48 Stunden“ dauern, da Flugzeuge und Crews von Ausweichflughäfen wie Malpensa (MXP) und Linate (LIN) umgeleitet werden müssten. Die Reise-Risikoberatung Adept Traveler riet Reisenden, den 4. Januar als „Netzwerk-Neustart-Tag“ zu betrachten, da Passagiere mit getrennten Tickets und Selbstanschlüssen besonders gefährdet seien, Anschlussflüge zu verpassen.
Für Manager der Unternehmensmobilität ist der Vorfall eine Mahnung an die Anfälligkeit von Punkt-zu-Punkt-Low-Cost-Netzwerken. Wenn ein Basishafen ausfällt, geraten Flugzeuge und Crews aus dem Takt, was zu weiteren Ausfällen in ganz Europa führt; Mitarbeiter, die für Montagstermine nach Mailand reisen wollten, wurden plötzlich über Wien umgeleitet oder mussten in Köln übernachten. Unternehmen mit strengen Reisegenehmigungsfenstern stellten fest, dass Alternativen am selben Tag deutlich teurer oder gar ausgebucht waren.
Praktisch sollten Reisende mit italienischen Reiserouten in dieser Woche längere Zwischenstopps einplanen oder auf Full-Service-Airlines setzen, deren Allianzschutz die Umbuchung erleichtert. Wer bereits ein Ticket für BGY besitzt, kann noch auf MXP ausweichen, das mit dem Malpensa Express in 51 Minuten (€15) an den Mailänder Hauptbahnhof angebunden ist, oder auf LIN, das dank der neuen U-Bahn-Linie M4 in nur 12 Minuten das Stadtzentrum erreicht. Arbeitgeber sollten zudem beachten, dass die EU-Verordnung EU-261 bei technischen Störungen, die im Verantwortungsbereich des Flughafens liegen, Entschädigungen vorsieht: Anspruchsberechtigte Passagiere können bis zu 250 € für Kurzstrecken und 400 € für längere innergemeinschaftliche Flüge geltend machen.
Der Vorfall veranlasste ENAV, eine interne Überprüfung der Wartungsprotokolle für regionale ILS-Anlagen einzuleiten, da befürchtet wird, dass Winternebelereignisse häufiger und störender werden. SACBO kündigte an, vor der geschäftigen Ski-Charter-Saison Ende Januar einen Bericht mit „Lessons Learned“ zur Passagierabfertigung zu veröffentlichen.
Quelle: Reuters / Adept Traveler