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Kältewelle zwingt Flughafen Zürich, Enteisungsmaßnahmen zu verdreifachen – Pünktlichkeitsfenster in Gefahr

Jan. 9, 2026
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Kältewelle zwingt Flughafen Zürich, Enteisungsmaßnahmen zu verdreifachen – Pünktlichkeitsfenster in Gefahr
Die Temperaturen auf dem Schweizer Mittelland sind über Nacht auf unter –10 °C gefallen, was die Swissport-Teams am Flughafen Zürich am 8. Januar vor Tagesanbruch zu mehr als 100 Enteisungen zwang – das Dreifache des saisonalen Durchschnitts. Seit Oktober wurden bereits 1.700 Enteisungen registriert, doch die Flughafenleitung gibt zu, dass die aktuelle Kältewelle die intensivste des Winters ist.

Eine einfache Enteisung dauert etwa vier Minuten, doch bei schneebedeckten Tragflächen kann der Vorgang bis zu einer halben Stunde in Anspruch nehmen, was die Abflugzeiten bis an die nächtliche Sperrstunde um 23:00 Uhr heranrücken lässt. Die Flughafen Zürich AG meldet, dass „die Abläufe derzeit stabil sind“, doch außergewöhnliche Spätabflüge könnten genehmigt werden, falls Langstreckenflüge hinter dem Zeitplan zurückbleiben. Die Swiss als Flagcarrier und Partner Lufthansa haben bei starkem Wetter sogenannte „Waiver“-Regelungen aktiviert, die eine kostenfreie Umbuchung in derselben Reiseklasse erlauben, wenn sich ein Flug um mehr als zwei Stunden verspätet.

Kältewelle zwingt Flughafen Zürich, Enteisungsmaßnahmen zu verdreifachen – Pünktlichkeitsfenster in Gefahr


Für Geschäftsreisende besteht das größte Risiko darin, Anschlussflüge auf interkontinentalen Strecken zu verpassen. Nachtflüge nach Nordamerika sind auf pünktliche Abendslots angewiesen; wenn die Crew aufgrund der EASA-Dienstzeitregelungen „aussteigt“, verschiebt sich der Abflug auf den nächsten Tag, was einen kompletten Arbeitstag kosten kann. Global Mobility Teams sollten daher enge Umsteigezeiten in Frankfurt, München und Wien vermeiden – Flughäfen, die von derselben arktischen Luftmasse betroffen sind.

Auch die Frachtbranche zeigt sich besorgt. Pharma-Spediteure warnen, dass lange Enteisungsschlangen die passive Kühlkette gefährden können. Einige haben daher auf aktive Container umgestellt oder sensible Sendungen über Mailand-Malpensa umgeleitet, wo die Temperaturen etwas milder sind. Gleichzeitig haben Reise-Risikodienstleister den Betriebsstatus von Zürich von „grün“ auf „gelb“ hochgestuft und empfehlen Führungskräften, wenn möglich auf virtuelle Meetings auszuweichen.

Wettermodelle prognostizieren nach dem 10. Januar eine leichte Erwärmung, doch die Flughäfen müssen zunächst weitere 48 Stunden durchhalten. Unternehmen sollten ihre Mitarbeiter über ihre Rechte nach der EU-Verordnung 261 informieren und sicherstellen, dass Schengen-Visa bei unerwarteten Umleitungen über Paris oder Amsterdam weiterhin gültig sind.
Quelle: VisaHQ Global Mobility News

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