
Der zehnjährige Vorstoß Spaniens, standortunabhängige Talente anzuziehen, scheint Früchte zu tragen. Zwei unabhängige Studien, die am 9. Januar 2026 veröffentlicht wurden – der Global Digital Nomad Visa Index und der Executive Nomad Index von Savills – setzten Spanien in ihren Ranglisten für 2025 jeweils an die Spitze.
Der Global Digital Nomad Visa Index, der 64 Länder anhand von 15 Kriterien wie Visabestimmungen, Besteuerung, Konnektivität und Lebensqualität bewertet, vergab an Spanien fast die Höchstpunktzahl von 99,67. Savills hob in seinem jährlichen Ranking der zehn besten Städte für Führungskräfte-Nomaden Málaga (3.), Palma de Mallorca (6.) und Barcelona (7.) hervor.
Was steckt hinter dem plötzlichen Aufschwung? Experten führen dies auf das Digital Nomad Visa (DNV) zurück, das im Rahmen des spanischen Start-up-Gesetzes von 2022 eingeführt wurde. Das Visum erlaubt es Nicht-EU-Fachkräften, die mindestens das Doppelte des Mindestlohns verdienen – etwa 2.700 € monatlich im Jahr 2026 – für zunächst drei Jahre in Spanien zu leben und zu arbeiten, mit der Möglichkeit einer dreijährigen Verlängerung. Besonders attraktiv: DNV-Inhaber können die sogenannte „Beckham-Regelung“ in Anspruch nehmen, die für sechs Jahre eine pauschale Steuer von 24 % auf spanische Einkünfte vorsieht und die meisten Auslandseinkünfte steuerfrei stellt – ein Vorteil, den nur wenige Wettbewerber bieten.
Regionale Behörden ergänzen den nationalen Rahmen durch englischsprachige „One-Stop-Shops“, Zuschüsse für schnelles Breitband und Co-Working-Spaces in Sekundärstädten wie Valencia, Bilbao und Granada. Auch Immobilienentwickler reagieren: Im Málaga Tech Park entfielen 2025 bereits 38 % des neuen Wohnraums auf Remote-Arbeiter. Iberia und Vueling haben zudem Winterflüge von nordamerikanischen Tech-Hubs eingeführt und setzen damit auf ganzjährige Nachfrage statt auf saisonale Tourismusspitzen.
Für Arbeitgeber bedeutet Spaniens Aufstieg, dass Mobilitätsteams ihre Richtlinien anpassen müssen. Personalabteilungen werden aufgefordert, „Work-from-Spain-Playbooks“ zu erstellen, die Gehaltsabrechnung, Risiken einer Betriebsstätte und Sozialversicherungsbescheinigungen (A1 oder CoC) abdecken. Unternehmen, die bereits hochqualifizierte Mitarbeiter mit entsprechenden Arbeitserlaubnissen nach Spanien entsenden, prüfen das DNV als kostengünstigere Alternative. Rechtliche Berater weisen jedoch darauf hin, dass Antragsteller nachweisen müssen, dass mindestens 80 % ihres Einkommens von Nicht-Spanischen Kunden stammen und dass Angehörige gesonderten Anforderungen bei Gesundheitsversorgung und Schulbildung unterliegen.
Blickt man in die Zukunft, erwägt Madrid eine Reduzierung der Notargebühren für die Anmeldung von Remote-Arbeitern um 50 % sowie weitere Senkungen der Sozialversicherungsbeiträge für digitale Nomaden. Sollten diese Maßnahmen im Haushalt 2026 beschlossen werden, dürfte Spanien seine Position als europäischer Maßstab für mobiles Talent weiter festigen.
Der Global Digital Nomad Visa Index, der 64 Länder anhand von 15 Kriterien wie Visabestimmungen, Besteuerung, Konnektivität und Lebensqualität bewertet, vergab an Spanien fast die Höchstpunktzahl von 99,67. Savills hob in seinem jährlichen Ranking der zehn besten Städte für Führungskräfte-Nomaden Málaga (3.), Palma de Mallorca (6.) und Barcelona (7.) hervor.
Was steckt hinter dem plötzlichen Aufschwung? Experten führen dies auf das Digital Nomad Visa (DNV) zurück, das im Rahmen des spanischen Start-up-Gesetzes von 2022 eingeführt wurde. Das Visum erlaubt es Nicht-EU-Fachkräften, die mindestens das Doppelte des Mindestlohns verdienen – etwa 2.700 € monatlich im Jahr 2026 – für zunächst drei Jahre in Spanien zu leben und zu arbeiten, mit der Möglichkeit einer dreijährigen Verlängerung. Besonders attraktiv: DNV-Inhaber können die sogenannte „Beckham-Regelung“ in Anspruch nehmen, die für sechs Jahre eine pauschale Steuer von 24 % auf spanische Einkünfte vorsieht und die meisten Auslandseinkünfte steuerfrei stellt – ein Vorteil, den nur wenige Wettbewerber bieten.
Regionale Behörden ergänzen den nationalen Rahmen durch englischsprachige „One-Stop-Shops“, Zuschüsse für schnelles Breitband und Co-Working-Spaces in Sekundärstädten wie Valencia, Bilbao und Granada. Auch Immobilienentwickler reagieren: Im Málaga Tech Park entfielen 2025 bereits 38 % des neuen Wohnraums auf Remote-Arbeiter. Iberia und Vueling haben zudem Winterflüge von nordamerikanischen Tech-Hubs eingeführt und setzen damit auf ganzjährige Nachfrage statt auf saisonale Tourismusspitzen.
Für Arbeitgeber bedeutet Spaniens Aufstieg, dass Mobilitätsteams ihre Richtlinien anpassen müssen. Personalabteilungen werden aufgefordert, „Work-from-Spain-Playbooks“ zu erstellen, die Gehaltsabrechnung, Risiken einer Betriebsstätte und Sozialversicherungsbescheinigungen (A1 oder CoC) abdecken. Unternehmen, die bereits hochqualifizierte Mitarbeiter mit entsprechenden Arbeitserlaubnissen nach Spanien entsenden, prüfen das DNV als kostengünstigere Alternative. Rechtliche Berater weisen jedoch darauf hin, dass Antragsteller nachweisen müssen, dass mindestens 80 % ihres Einkommens von Nicht-Spanischen Kunden stammen und dass Angehörige gesonderten Anforderungen bei Gesundheitsversorgung und Schulbildung unterliegen.
Blickt man in die Zukunft, erwägt Madrid eine Reduzierung der Notargebühren für die Anmeldung von Remote-Arbeitern um 50 % sowie weitere Senkungen der Sozialversicherungsbeiträge für digitale Nomaden. Sollten diese Maßnahmen im Haushalt 2026 beschlossen werden, dürfte Spanien seine Position als europäischer Maßstab für mobiles Talent weiter festigen.
Quelle: Idealista / VisaHQ