
Irlands Billigflieger Ryanair hat den ersten Schlag in einem möglichen langwierigen Streit mit der belgischen Bundesregierung um Luftverkehrsabgaben abgegeben. Am 14. Januar bestätigte Konzernchef Michael O’Leary in Brüssel, dass die Airline ab dem Sommerflugplan im April 2026 1,1 Millionen Sitzplätze – etwa 10 % ihres Programms – am Flughafen Brüssel Süd Charleroi streichen wird.
Dieser Schritt ist eine direkte Reaktion auf eine neu indexierte Passagiersteuer von 3 € pro abreisendem Fluggast, die die De-Croo-Regierung im Rahmen ihres Haushaltsplans 2026 eingeführt hat. Obwohl 3 € gering erscheinen mögen, argumentiert O’Leary, dass die Gebühr die ohnehin knappen Margen im innereuropäischen Flugverkehr ins Minus drückt und Airlines dazu veranlasst, Flugzeuge in Länder mit niedrigeren Abgaben zu verlagern. Vier für Charleroi vorgesehene Ryanair-Maschinen werden stattdessen in Stockholm stationiert, weitere Kapazitäten gehen nach Albanien, Italien und in die Slowakei.
Über die Kapazitätskürzungen hinaus deutete Ryanair auf weitreichendere strategische Folgen hin. O’Leary forderte die Europäische Union auf, Langstrecken-Wettbewerber in das Emissionshandelssystem (ETS) einzubeziehen oder die ETS-Kosten für EU-Airlines zu senken. Er warnte, dass gestaffelte Steuern Europas Wettbewerbsvorteil in der Luftfahrt gefährden könnten. Da die ETS-Überprüfung bis Juli 2026 ansteht, steht Brüssel nun unter gleichzeitigen fiskalischen und klimapolitischen Druck.
Für Unternehmen und Travel Manager bedeutet Ryanairs Entscheidung weniger Direktverbindungen vom belgischen Zweitdrehkreuz und wahrscheinlich steigende Sommerpreise durch das knapper werdende Angebot. Firmen, die pan-europäische Shuttle-Strecken über Charleroi betreiben, sollten mit Notfallplänen beginnen – besonders jene, die auf Frühflüge angewiesen sind, die nun reduziert werden könnten.
Sollten die belgischen Behörden an der Steuer festhalten, könnten weitere Airlines folgen. Ein Kompromiss – etwa Ausnahmen für Umsteigepassagiere oder eine gestaffelte Einführung – könnte den Abfluss bremsen. Bis dahin sollten Mobilitätsmanager GDS-Bestandsupdates genau beobachten und Tarifbindungsvereinbarungen neu verhandeln, wenn die Volumina nicht mehr erreicht werden können.
Dieser Schritt ist eine direkte Reaktion auf eine neu indexierte Passagiersteuer von 3 € pro abreisendem Fluggast, die die De-Croo-Regierung im Rahmen ihres Haushaltsplans 2026 eingeführt hat. Obwohl 3 € gering erscheinen mögen, argumentiert O’Leary, dass die Gebühr die ohnehin knappen Margen im innereuropäischen Flugverkehr ins Minus drückt und Airlines dazu veranlasst, Flugzeuge in Länder mit niedrigeren Abgaben zu verlagern. Vier für Charleroi vorgesehene Ryanair-Maschinen werden stattdessen in Stockholm stationiert, weitere Kapazitäten gehen nach Albanien, Italien und in die Slowakei.
Über die Kapazitätskürzungen hinaus deutete Ryanair auf weitreichendere strategische Folgen hin. O’Leary forderte die Europäische Union auf, Langstrecken-Wettbewerber in das Emissionshandelssystem (ETS) einzubeziehen oder die ETS-Kosten für EU-Airlines zu senken. Er warnte, dass gestaffelte Steuern Europas Wettbewerbsvorteil in der Luftfahrt gefährden könnten. Da die ETS-Überprüfung bis Juli 2026 ansteht, steht Brüssel nun unter gleichzeitigen fiskalischen und klimapolitischen Druck.
Für Unternehmen und Travel Manager bedeutet Ryanairs Entscheidung weniger Direktverbindungen vom belgischen Zweitdrehkreuz und wahrscheinlich steigende Sommerpreise durch das knapper werdende Angebot. Firmen, die pan-europäische Shuttle-Strecken über Charleroi betreiben, sollten mit Notfallplänen beginnen – besonders jene, die auf Frühflüge angewiesen sind, die nun reduziert werden könnten.
Sollten die belgischen Behörden an der Steuer festhalten, könnten weitere Airlines folgen. Ein Kompromiss – etwa Ausnahmen für Umsteigepassagiere oder eine gestaffelte Einführung – könnte den Abfluss bremsen. Bis dahin sollten Mobilitätsmanager GDS-Bestandsupdates genau beobachten und Tarifbindungsvereinbarungen neu verhandeln, wenn die Volumina nicht mehr erreicht werden können.
Quelle: Reuters
Wie VisaHQ helfen kann
VisaHQ vereinfacht die Visumbeantragung für Privatpersonen und Unternehmen. Prüfen Sie die aktuellen Reisebestimmungen, bereiten Sie die erforderlichen Unterlagen vor und verwalten Sie Ihren Antrag online über das VisaHQ-Portal für Belgien.Mehr von Belgien
Alle anzeigen
Streiks führten 2025 zu Ausfällen von 275.000 Passagieren am Flughafen Brüssel, so die Geschäftsleitung
Aufräumarbeiten auf der Autobahn E411 erzwingen 55 km Umweg für Lkw trotz Ende der Bauernblockaden am Wochenende