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Sechs Schweizer Kantone fordern beschleunigten Ausbau der Bahnstrecken, da grenzüberschreitender Pendlerverkehr an Kapazitätsgrenzen stößt

Jan. 19, 2026
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Sechs Schweizer Kantone fordern beschleunigten Ausbau der Bahnstrecken, da grenzüberschreitender Pendlerverkehr an Kapazitätsgrenzen stößt
Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Genf, Tessin, Wallis und Waadt haben einen ungewöhnlichen politischen Block gebildet und am 17. Januar gemeinsam an den Bundesrat geschrieben, um schnellere Investitionen in das Schweizer Schienennetz zu fordern. In ihrer Mitteilung warnen sie, dass die täglichen Pendlerströme und Gütervolumen die wichtigsten Nord-Süd- und Ost-West-Korridore an ihre Kapazitätsgrenzen bringen und Verzögerungen drohen, die die exportorientierte Wirtschaft gefährden könnten.

Die Nutzung liegt inzwischen bei 112 % des Vorkrisenniveaus, angetrieben durch Bevölkerungswachstum und eine Rekordzahl von 340.000 Grenzgängern, die in den Nachbarländern der EU wohnen, aber in den Schweizer Life-Science-, Finanz- und Produktionszentren arbeiten. Stoßzeiten-Züge auf den Achsen Lausanne–Genf und Basel–Olten sind regelmäßig mit über 140 % ausgelastet, während Güterverkehrsunternehmen Schwierigkeiten haben, spätabendliche Fahrpläne durch den Gotthard-Basistunnel zu sichern.

Sechs Schweizer Kantone fordern beschleunigten Ausbau der Bahnstrecken, da grenzüberschreitender Pendlerverkehr an Kapazitätsgrenzen stößt


Die Kantone fordern, dass das 12-Milliarden-Franken-Paket „STEP 2035“ – insbesondere der Ausbau des Léman Express, der Zimmerberg-Basistunnel II und die Verlängerung der Perrons auf der Gotthard-Strecke – um mindestens drei Jahre vorgezogen wird. Bundesverkehrsminister Albert Rösti hat einen Zwischenfinanzierungsplan vor der Sommerpause angekündigt, doch Experten weisen darauf hin, dass große Bauprojekte meist ein Jahrzehnt dauern, was für Pendler und Arbeitgeber noch mehrere Jahre Belastung bedeutet.

Für globale Mobilitätsteams sind die Auswirkungen spürbar: Zugverspätungen wirken sich schnell auf Produktionspläne und Kundentermine aus. Multinationale Unternehmen in Genf und Basel setzen bereits firmeneigene Shuttlebusse ein, um nächtliche Fahrplanlücken zu überbrücken, während einige im Januar Swiss Travelcards in großen Mengen bestellen, um von kontingentierten Firmenrabatten zu profitieren.

Solange die Infrastruktur nicht mithält, wird Arbeitgebern geraten, hybride Arbeitsmodelle beizubehalten und Bauzeiten bei der Planung neuer Standorte oder Entsendungen genau zu beobachten.
Quelle: VisaHQ Global Mobility News

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