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EU stellt strengere Visapolitik vor, betont jedoch, dass Spaniens Massenlegalisierung „ein separates Thema“ ist

Jan. 30, 2026
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EU stellt strengere Visapolitik vor, betont jedoch, dass Spaniens Massenlegalisierung „ein separates Thema“ ist
Am 29. Januar stellte die Europäische Kommission ihre erste EU-Visastrategie sowie einen Fünfjahresplan zur Reduzierung irregulärer Migration vor. Damit signalisiert sie eine härtere Gangart gegenüber Drittstaatsangehörigen, die ihre Aufenthaltsdauer überschreiten oder Rückkehranordnungen verweigern. Der Plan verknüpft die Visaerteilung mit der Kooperationsbereitschaft der Herkunftsländer bei Rückführungen und ermöglicht die Aussetzung von Mehrfacheinreiseprivilegien für Staaten, die als „feindlich“ eingestuft werden. (efe.com)

Die Ankündigung erfolgt nur wenige Tage, nachdem Madrid ein nationales Dekret zur Legalisierung von rund 500.000 undokumentierten Migranten erlassen hat. Auf die scheinbare Widersprüchlichkeit angesprochen, betonte Migrationskommissar Magnus Brunner, dass Spaniens Maßnahme „Personen betrifft, die sich bereits in einem EU-Mitgliedstaat aufhalten“ und somit in die nationale Zuständigkeit fällt. Er fügte hinzu, dass Arbeitskräftemangel unterschiedliche Instrumente als die Kontrolle der Außengrenzen rechtfertige.

EU stellt strengere Visapolitik vor, betont jedoch, dass Spaniens Massenlegalisierung „ein separates Thema“ ist


Für Unternehmen birgt die EU-Strategie sowohl Risiken als auch Chancen. Strengere Kriterien könnten Visaerleichterungen für Märkte mit niedrigen Rückkehrquoten aufheben – was die Vorlaufzeiten für spanische Tochtergesellschaften, die aus Lateinamerika oder Afrika rekrutieren, verlängern könnte. Gleichzeitig kündigt Brüssel Pilotprojekte für digitale Visa und beschleunigte Verfahren für Forschende, Studierende und Start-up-Gründer an, die die Mobilität in Spaniens Technologiestandorte erleichtern könnten.

Spanische Arbeitgeber müssen daher eine doppelte Realität meistern: ein erleichtertes nationales Regime für bereits im Land befindliche Migranten und strengere Schengen-Einreisebestimmungen für Neuankömmlinge. Migrationsberater empfehlen, die Talentpipeline zu überprüfen: Zeitarbeitnehmer aus „nicht kooperierenden“ Ländern benötigen möglicherweise längere Vorlaufzeiten oder alternative Genehmigungswege.

Die Kommission rechnet mit einer Zustimmung der Mitgliedstaaten bis Mitte 2026, wonach konkrete Regelungen – etwa überarbeitete Visa-Code-Artikel und Vorgaben zum Austausch biometrischer Daten – ausgearbeitet werden. Unternehmen sollten die Konsultationen zu delegierten Rechtsakten aufmerksam verfolgen und bereit sein, Stellungnahmen abzugeben, da der Sektor zur Mitgestaltung der Talentgewinnungskanäle eingeladen wird.
Quelle: EuroEFE / Agencia EFE

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