
Schweizer Wintersportreisende erlebten diese Woche eine unangenehme Überraschung, als Bilder in den sozialen Medien lange Warteschlangen bei der Passkontrolle im Flughafen Genf zeigten, die sich über Hunderte Meter erstreckten. Die Engpässe sind das sichtbarste Beispiel in der Schweiz für das neue Ein- und Ausreisesystem (EES) des Schengen-Raums, das von jedem Besucher aus Drittstaaten verlangt, bei der ersten Einreise ein Gesichtsfoto, vier Fingerabdrücke und einen vollständigen Passscan abzugeben. Laut dem Fachmagazin Identity Week haben bisher erst etwa 35 % der europäischen Außengrenzstellen die Technologie aktiviert, doch Spitzenwartezeiten von bis zu drei Stunden gibt es bereits in Genf und anderen Verkehrsknotenpunkten.
Personalmangel ist ein Hauptgrund für die Verzögerungen. Beamte des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) mussten von routinemäßigen Zollkontrollen zu den EES-Kiosken abgezogen werden, während der Flughafen Genf 40 temporäre Mitarbeiter eingestellt hat, um den Passagierfluss zu steuern. Fluggesellschaften beklagen, dass fehlerhafte Boarding-Abfolgen dazu führen, dass ganze Flüge gleichzeitig an den Kiosken ankommen. Die Europäische Kommission hat den Mitgliedstaaten und Schengen-Partnern wie der Schweiz inzwischen mitgeteilt, dass sie die verpflichtende Registrierung während der Ski-Hauptsaison im Februar–März sowie im Juli–August aussetzen dürfen, wenn die Warteschlangen unzumutbar lang werden.
Für Schweizer Geschäftsreisende lautet die klare Empfehlung: Planen Sie mindestens eine Stunde mehr für Abflüge ein und passen Sie Ihre Termine entsprechend an. Unternehmen, die Mitarbeitende in die Schweiz entsenden, sollten nicht-EU-Mitarbeitende darauf vorbereiten, dass die biometrische Registrierung unumgänglich und dauerhaft ist; nach der ersten Registrierung erfolgen künftige Einreisen schneller, doch die erste Reise kann enge Umzugspläne erheblich verzögern. Mobilitätsmanager sollten zudem die Frist zum 9. April 2026 im Blick behalten, ab der das manuelle Abstempeln von Pässen an Schweizer Flughäfen vollständig entfällt und die 100%ige EES-Compliance gesetzlich vorgeschrieben ist.
Politisch verdeutlicht die Situation die heikle Lage der Schweiz: Obwohl sie in Brüssel kein Stimmrecht hat, muss sie die Schengen-Grenzregeln im gleichen Zeitplan wie die EU-27 umsetzen. Sollte die Kommission die vollständige EES-Einführung bis nach dem Sommer verschieben, wird Bern aller Voraussicht nach folgen – Verhandlungsspielraum hat der Bundesrat kaum. Wirtschaftsverbände fordern daher, dass die Schweizer Behörden zumindest bis zur ersten Wintersaison nach der Einführung 2026/27 weiterhin zusätzliches Personal vorhalten.
Mittelfristig erwarten die Flughäfen, dass das EES den Passagierfluss beschleunigt, indem manuelle Stempel durch automatisierte Kioske ersetzt werden und die Migrationsbehörden Echtzeitdaten zu Überziehungen erhalten. Der Flughafen Genf schreibt bereits die Anschaffung von 20 weiteren Selbstbedienungsgates aus, die den EES-Token in weniger als 20 Sekunden auslesen können. Bis diese Zukunft Realität wird, sind von Reisenden – und den Unternehmen, die auf deren Pünktlichkeit angewiesen sind – Geduld und flexible Reisepläne gefragt.
Personalmangel ist ein Hauptgrund für die Verzögerungen. Beamte des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) mussten von routinemäßigen Zollkontrollen zu den EES-Kiosken abgezogen werden, während der Flughafen Genf 40 temporäre Mitarbeiter eingestellt hat, um den Passagierfluss zu steuern. Fluggesellschaften beklagen, dass fehlerhafte Boarding-Abfolgen dazu führen, dass ganze Flüge gleichzeitig an den Kiosken ankommen. Die Europäische Kommission hat den Mitgliedstaaten und Schengen-Partnern wie der Schweiz inzwischen mitgeteilt, dass sie die verpflichtende Registrierung während der Ski-Hauptsaison im Februar–März sowie im Juli–August aussetzen dürfen, wenn die Warteschlangen unzumutbar lang werden.
Für Schweizer Geschäftsreisende lautet die klare Empfehlung: Planen Sie mindestens eine Stunde mehr für Abflüge ein und passen Sie Ihre Termine entsprechend an. Unternehmen, die Mitarbeitende in die Schweiz entsenden, sollten nicht-EU-Mitarbeitende darauf vorbereiten, dass die biometrische Registrierung unumgänglich und dauerhaft ist; nach der ersten Registrierung erfolgen künftige Einreisen schneller, doch die erste Reise kann enge Umzugspläne erheblich verzögern. Mobilitätsmanager sollten zudem die Frist zum 9. April 2026 im Blick behalten, ab der das manuelle Abstempeln von Pässen an Schweizer Flughäfen vollständig entfällt und die 100%ige EES-Compliance gesetzlich vorgeschrieben ist.
Politisch verdeutlicht die Situation die heikle Lage der Schweiz: Obwohl sie in Brüssel kein Stimmrecht hat, muss sie die Schengen-Grenzregeln im gleichen Zeitplan wie die EU-27 umsetzen. Sollte die Kommission die vollständige EES-Einführung bis nach dem Sommer verschieben, wird Bern aller Voraussicht nach folgen – Verhandlungsspielraum hat der Bundesrat kaum. Wirtschaftsverbände fordern daher, dass die Schweizer Behörden zumindest bis zur ersten Wintersaison nach der Einführung 2026/27 weiterhin zusätzliches Personal vorhalten.
Mittelfristig erwarten die Flughäfen, dass das EES den Passagierfluss beschleunigt, indem manuelle Stempel durch automatisierte Kioske ersetzt werden und die Migrationsbehörden Echtzeitdaten zu Überziehungen erhalten. Der Flughafen Genf schreibt bereits die Anschaffung von 20 weiteren Selbstbedienungsgates aus, die den EES-Token in weniger als 20 Sekunden auslesen können. Bis diese Zukunft Realität wird, sind von Reisenden – und den Unternehmen, die auf deren Pünktlichkeit angewiesen sind – Geduld und flexible Reisepläne gefragt.
Quelle: Identity Week