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Flughäfen und Fluggesellschaften fordern EU zur Lockerung der biometrischen Ein- und Ausreiseregeln auf – Helsinki bereitet sich auf Sommerstaus vor

Feb. 12, 2026
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Flughäfen und Fluggesellschaften fordern EU zur Lockerung der biometrischen Ein- und Ausreiseregeln auf – Helsinki bereitet sich auf Sommerstaus vor
Airports Council International Europe (ACI Europe), Airlines for Europe (A4E) und IATA haben am 11. Februar einen offenen Brief an EU-Innenkommissar Magnus Brunner geschickt. Darin warnen sie, dass das Schengen-Einreise-/Ausreisesystem (EES) bereits Wartezeiten von bis zu zwei Stunden bei der Passkontrolle verursacht – obwohl bisher nur 35 % der Drittstaatsreisenden erfasst werden. Ab April steigt die Erfassungspflicht auf 100 %, und die Branchenverbände prognostizieren vierstündige Warteschlangen an großen Drehkreuzen, sofern die Kommission den Mitgliedstaaten nicht erlaubt, die Registrierung in Spitzenzeiten auszusetzen oder zu reduzieren.

Der Flughafen Helsinki-Vantaa, der 2025 fast 15 Millionen Passagiere abfertigte – davon 40 % Nicht-EU-Bürger mit Umsteigeverbindungen – könnte besonders betroffen sein. Finavia erklärt, dass die 30 neuen EES-Kioske Fingerabdrücke und Gesichtserkennung in 60 Sekunden verarbeiten können, doch das Personal bleibt ein Engpass: Nur 60 % der geplanten zusätzlichen Grenzschutzstellen sind nach einer angespannten Tarifrunde im öffentlichen Dienst besetzt. Die Verbände sehen drei Hauptprobleme: Personalmangel, anhaltende Softwarefehler, die das Hochladen biometrischer Daten an den e-Gates verhindern, und eine geringe Nutzung der Frontex-Voranmelde-App.

Flughäfen und Fluggesellschaften fordern EU zur Lockerung der biometrischen Ein- und Ausreiseregeln auf – Helsinki bereitet sich auf Sommerstaus vor


Die Fluggesellschaften befürchten verpasste Anschlussflüge und Entschädigungsansprüche nach EU-Verordnung 261, während Mobilitätsmanager sich Sorgen um Projektteams machen, die in Flughafenwarteschlangen feststecken. Vorgeschlagene Lösungen sind die Verlängerung der aktuellen Ausnahmeregelung zur Aussetzung des EES bis Oktober 2026, die Erlaubnis für Airlines, biometrische Daten bereits beim Check-in zu erfassen, sowie die Finanzierung von Überstunden für Grenzpersonal. Das finnische Innenministerium erklärte gegenüber lokalen Medien, es „unterstütze vorübergehende Ausnahmeregelungen“ und werde im März die Richtlinien für Geschäftsreisen aktualisieren.

Praktisch sollten multinationale Unternehmen, die diesen Sommer Mitarbeiter über Helsinki schicken, für die Ausreise am Passkontrollpunkt 45 bis 60 Minuten mehr einplanen und Reisende auf die biometrische Erfassung vorbereiten (keine bandagierten Finger, Brille abnehmen). Firmen, die auf enge Same-Day-Anschlüsse über Helsinki angewiesen sind, sollten längere Umsteigezeiten buchen oder alternative Drehkreuze in Betracht ziehen, bis die EU den Aussetzungsmechanismus klärt.
Quelle: ACI Europe press release

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