
Das regionale Medium El Mirón de Soria bestätigte am 22. Februar, dass die Modernisierung der Eisenbahnstrecke Madrid–Zaragoza durch Adif – Teil der „autopista ferroviaria“, die den Lkw-Transport von Algeciras nach Zaragoza ermöglicht – weiter hinter dem Zeitplan zurückliegt. Die Ingenieure rechnen nun damit, dass die konventionelle Strecke mindestens bis Herbst 2026 gesperrt bleibt, wodurch die Provinz Soria eineinhalb Jahre lang keinen direkten Personenbahnverkehr hat. Die Arbeiten umfassen die Vergrößerung von Tunneln und Brücken zwischen Guadalajara und Épila, um Lkw-Transportwagen aufnehmen zu können. Unvorhergesehene geologische Probleme haben jedoch die Fertigstellung verzögert. Während der Sperrung setzt Renfe Busse von Soria zum Knotenpunkt Torralba ein, was die Fahrzeit nach Madrid um etwa 45 Minuten verlängert und Tagesgeschäftstermine erschwert. Frachtunternehmen müssen weiterhin Lkw auf die Autobahn A-2 umleiten, was die Logistikkosten und den CO2-Ausstoß erhöht. Für Unternehmen mit Produktionsstätten im Industriegebiet von Soria oder solche, die Holz- und Agrarprodukte aus der Region beziehen, stört die verlängerte Sperrung Just-in-Time-Lieferketten und schränkt die Reisemöglichkeiten der Mitarbeiter ein. Einige Firmen stellen auf flexible Homeoffice-Regelungen für Mitarbeiter um, die normalerweise mit der Bahn pendeln, während Exporteure Lieferzeitklauseln neu verhandeln. Adif betont, dass die Modernisierung der Strecke Madrid–Zaragoza entscheidend für Spaniens Strategie ist, den Güterverkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern und Engpässe im transeuropäischen Verkehrsnetz (TEN-T) zu beseitigen. Die lokalen Handelskammern fordern jedoch, dass nach Abschluss der wichtigsten Tunnelarbeiten vorübergehend reine Personenverkehrsfahrten ermöglicht werden. Unternehmen sollten die monatlichen Fortschrittsberichte von Adif genau verfolgen und weiterhin mit einer Abhängigkeit vom Straßentransport bis zum dritten Quartal 2026 rechnen.
Quelle: El Mirón de Soria
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