
Frankreichs zwei verkehrsreichste Drehkreuze, Paris-Charles-de-Gaulle (CDG) und Paris-Orly (ORY), haben offiziell bei Brüssel beantragt, die vollständige Einführung des neuen EU-Ein- und Ausreisesystems (EES) bis zum Ende der Sommersaison 2026 zu verschieben. In einer am 23. Februar 2026 veröffentlichten Erklärung warnte Aéroports de Paris (ADP), dass die Umstellung aller Nicht-EU-Reisenden auf biometrische „Self-Service“-Grenzkontrollen im April zu Wartezeiten von drei bis vier Stunden führen könnte – ein Szenario, das den Anschlussverkehr lahmlegen und Frankreichs Ruf im Vorfeld der Wintersaison 2026/27 mit zahlreichen Messen schädigen würde.
Das EES, das seit Oktober 2025 schrittweise getestet wird, verlangt von Drittstaatsangehörigen bei der ersten Einreise das Scannen von Fingerabdrücken und eines Live-Gesichtsbildes, die Daten werden für zukünftige Reisen gespeichert. Die Tests am CDG betreffen bisher nur wenige hundert Passagiere pro Stunde; im Juli und August rechnet der Flughafen jedoch mit Spitzenwerten von bis zu 12.000 Nicht-Schengen-Ankünften pro Stunde. ADP-Vizechefin Justine Coutard erklärte, dass trotz der Installation von 300 Registrierungskiosken und der Bestellung von 120 weiteren „das System unter Sommerbelastung noch nicht auf Herz und Nieren geprüft wurde“.
Frühere EES-Einführungen an den Flughäfen Amsterdam-Schiphol, Frankfurt und Lissabon haben Wartezeiten um bis zu 70 Prozent ansteigen lassen, was die Forderung der Pariser Betreiber nach Vorsicht untermauert. Nach den aktuellen EU-Vorschriften wird das System ab dem 10. April verpflichtend, mit nur begrenzten sechs Stunden Ausnahmepausen bei Überlastung. ADP plädiert für eine generelle Ausnahmeregelung bis September, um die Mitarbeiterschulungen abzuschließen, die Geräteflotte zu erweitern und Softwareprobleme vor den europäischen Hauptreisezeiten zu beheben.
Die Airlines for Europe (A4E) und der Europäische Verband der Reisebüros und Reiseveranstalter (ECTAA) unterstützten den französischen Vorschlag umgehend und wiesen auf mögliche Auswirkungen auf Hub-and-Spoke-Verbindungen in ganz Europa hin. Für Firmen, die Geschäftsreisen organisieren, ist die Botschaft klar: Bis Brüssel entscheidet, sollten Reisende mit Nicht-EU-Pässen ab Mitte April mit längeren Ankunftszeiten an französischen Flughäfen rechnen. Unternehmen, die mit rotierenden Einsätzen oder zeitkritischer Handgepäckfracht arbeiten, sollten zusätzliche Puffer in ihre Reisepläne einbauen und die EU-Entscheidungen genau verfolgen. Wird die Verschiebung genehmigt, könnte der Sommerreiseverkehr weitgehend störungsfrei verlaufen, doch der Herbst 2026 droht zum neuen „Krisenpunkt“ für die EES-Umsetzung zu werden.
Das EES, das seit Oktober 2025 schrittweise getestet wird, verlangt von Drittstaatsangehörigen bei der ersten Einreise das Scannen von Fingerabdrücken und eines Live-Gesichtsbildes, die Daten werden für zukünftige Reisen gespeichert. Die Tests am CDG betreffen bisher nur wenige hundert Passagiere pro Stunde; im Juli und August rechnet der Flughafen jedoch mit Spitzenwerten von bis zu 12.000 Nicht-Schengen-Ankünften pro Stunde. ADP-Vizechefin Justine Coutard erklärte, dass trotz der Installation von 300 Registrierungskiosken und der Bestellung von 120 weiteren „das System unter Sommerbelastung noch nicht auf Herz und Nieren geprüft wurde“.
Frühere EES-Einführungen an den Flughäfen Amsterdam-Schiphol, Frankfurt und Lissabon haben Wartezeiten um bis zu 70 Prozent ansteigen lassen, was die Forderung der Pariser Betreiber nach Vorsicht untermauert. Nach den aktuellen EU-Vorschriften wird das System ab dem 10. April verpflichtend, mit nur begrenzten sechs Stunden Ausnahmepausen bei Überlastung. ADP plädiert für eine generelle Ausnahmeregelung bis September, um die Mitarbeiterschulungen abzuschließen, die Geräteflotte zu erweitern und Softwareprobleme vor den europäischen Hauptreisezeiten zu beheben.
Die Airlines for Europe (A4E) und der Europäische Verband der Reisebüros und Reiseveranstalter (ECTAA) unterstützten den französischen Vorschlag umgehend und wiesen auf mögliche Auswirkungen auf Hub-and-Spoke-Verbindungen in ganz Europa hin. Für Firmen, die Geschäftsreisen organisieren, ist die Botschaft klar: Bis Brüssel entscheidet, sollten Reisende mit Nicht-EU-Pässen ab Mitte April mit längeren Ankunftszeiten an französischen Flughäfen rechnen. Unternehmen, die mit rotierenden Einsätzen oder zeitkritischer Handgepäckfracht arbeiten, sollten zusätzliche Puffer in ihre Reisepläne einbauen und die EU-Entscheidungen genau verfolgen. Wird die Verschiebung genehmigt, könnte der Sommerreiseverkehr weitgehend störungsfrei verlaufen, doch der Herbst 2026 droht zum neuen „Krisenpunkt“ für die EES-Umsetzung zu werden.
Quelle: The Connexion
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