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Österreich und Moldawien unterzeichnen Abkommen zur Fachkräfte-Mobilität, um moldauische Tech-Absolventen in den österreichischen Arbeitsmarkt zu integrieren

Feb. 27, 2026
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Österreich und Moldawien unterzeichnen Abkommen zur Fachkräfte-Mobilität, um moldauische Tech-Absolventen in den österreichischen Arbeitsmarkt zu integrieren
Das österreichische Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten nutzte das Treffen von Außenministerin Beate Meinl-Reisinger mit ihrem moldauischen Amtskollegen Mihai Popșoi am 26. Februar in Wien, um eine neue bilaterale „Skills & Mobility Partnership“ ins Leben zu rufen. Im Rahmen der Vereinbarung wird die Höhere Technische Lehranstalt (HTL), deren Eröffnung Österreich 2025 in Chișinău unterstützte, ihre jährliche Aufnahme auf 400 Studierende verdoppeln und deutschsprachige Fachrichtungen in Elektronik, Industrie-IT und Mechatronik anbieten. Absolventen, die das Sprachniveau B1 erreichen und ein qualifiziertes Jobangebot vorweisen können, erhalten eine beschleunigte Rot-Weiß-Rot-Karte, die ihnen und ihren unmittelbaren Familienmitgliedern ermöglicht, für 24 Monate nach Österreich zu ziehen – mit Aussicht auf einen dauerhaften Aufenthalt. Arbeitgeber können bei halbjährlichen Jobmessen, die gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Österreich organisiert werden, direkt auf dem Campus rekrutieren. Wien sieht in dem Programm eine Lösung für den akuten Mangel an Fachkräften im mittleren technischen Bereich und gleichzeitig einen Entwicklungsvorteil für Moldau: Für jeden eingestellten Mitarbeiter müssen Unternehmen ein zusätzliches HTL-Stipendium finanzieren und sich zu Wissensaustauschprojekten in Moldau verpflichten. Österreich stellt zudem sechs Millionen Euro aus seinem Entwicklungshilfeetat bereit, um Labore aufzurüsten und ein spezielles Visumsverfahren an der österreichischen Botschaft in Chișinău einzurichten. Aus Sicht der Unternehmensmobilität eröffnet die Vereinbarung einen neuen Rekrutierungskanal außerhalb der EU bei gleichzeitig geringem Verwaltungsaufwand. Arbeitgeber können Arbeitsmarktprüfungen elektronisch einreichen und innerhalb von 30 Tagen eine Einwanderungsentscheidung erhalten; anerkannte Sponsoren können Gruppenquoten für bis zu 20 Einstellungen pro Jahr beantragen. Global Mobility Manager sollten die Gehaltsstrukturen überprüfen, da Absolventen weiterhin das Rot-Weiß-Rot-Mindestgehalt von 3.465 Euro brutto pro Monat ab 2026 erfüllen müssen. Die Partnerschaft hat auch eine geopolitische Dimension: Meinl-Reisinger stellte die Arbeitsmobilität als Teil der österreichischen Unterstützung für Moldaus EU-Beitrittsbestrebungen und für die regionale Stabilität im Kontext des russischen Kriegs gegen die Ukraine dar. Für international mobile Fachkräfte bedeutet das eine verlässliche Talentpipeline aus einem Land, dessen junge Fachkräfte EU-Erfahrung sammeln wollen, dessen langfristige Perspektiven sich dank der im Abkommen verankerten „Brain-Circulation“-Mechanismen jedoch verbessern könnten.
Quelle: Austrian Foreign Ministry press release

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