
Ab dem 1. März 2026 müssen alle Anträge auf eine irische Beschäftigungserlaubnis höhere Mindestjahresvergütungen (MAR) erfüllen – der erste Schritt eines schrittweisen Fahrplans bis 2030. Das Ministerium für Wirtschaft, Tourismus und Beschäftigung hat die Untergrenze für die allgemeine Beschäftigungserlaubnis von 34.000 € auf 36.605 € angehoben, die Schwelle für die Critical Skills-Erlaubnis von 38.000 € auf 40.904 € und den branchenspezifischen Satz für Fleischverarbeitung, Gartenbau, Pflegehilfen und Betreuer von 30.000 € auf 32.691 €. Die Vergünstigungen für Hochschulabsolventen bleiben bestehen, gelten jedoch nur für Bewerber, die innerhalb der letzten 12 Monate einen anerkannten Level-8-Abschluss erworben haben. Die Minister Peter Burke und Alan Dillon betonen, dass die Anpassung die Lohninflation berücksichtigen und den Unternehmen gleichzeitig Zeit zur Umstellung geben soll. Der ursprüngliche Plan von 2023 sah eine sofortige Anhebung vor, doch starker Widerstand von Arbeitgebern – insbesondere aus den Bereichen Gesundheit, Bau und Agrarlebensmittel – führte dazu, die Umsetzung auf vier Jahre zu strecken. Eine jährliche Indexierung an den Durchschnittsverdienst wird nun eingeführt, sodass Unternehmen bei Verlängerungen mit automatischen Gehaltserhöhungen rechnen müssen. Für multinationale Unternehmen verändert sich dadurch die Kostenkalkulation für Neueinstellungen und innerbetriebliche Versetzungen. Fragomen weist darauf hin, dass ein zweijähriger Einsatz eines Ingenieurs mit Critical Skills-Erlaubnis nun etwa 5.800 € mehr Bruttogehalt kostet, noch ohne PRSI- und Pensionsbeiträge. Talent-Teams überprüfen derzeit ihre Angebotsvorlagen, während Finanzabteilungen abwägen, ob die zusätzlichen Gehaltskosten absorbiert oder in grenzüberschreitenden Kostenvereinbarungen weiterverrechnet werden. Im Bereich Compliance werden Anträge, die sich nach dem 1. März noch in der Bearbeitung befinden, bereits nach den neuen Vergütungsgrenzen bewertet, sodass Arbeitgeber bei nicht angepassten Verträgen mit Ablehnungen rechnen müssen. SD Worx warnt, dass digitale Onboarding-Systeme, Gehaltsschwellen und Meldungen für entsandte Arbeitnehmer synchronisiert werden müssen, um unbeabsichtigte Unterzahlungen bei Ankunft des Mitarbeiters in Irland zu vermeiden. Der Fahrplan sieht zudem bis 2030 jedes Jahr im März weitere – wenn auch kleinere – Erhöhungen vor, um Irland an die Gehaltsniveaus seiner wichtigsten Wettbewerber im Bereich der Fachkräftezuwanderung anzunähern. Unternehmen haben somit einen klaren, wenn auch enger werdenden Planungshorizont und sollten die prognostizierten MAR-Anhebungen in ihre langfristige Personalplanung einbeziehen, insbesondere bei mehrjährigen Projekten in den Bereichen Life Sciences, Rechenzentren und öffentliche Gesundheit.
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