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Konferenz in Leuven hebt Anstieg entsandter Drittstaatsangehöriger und Datenlücken hervor

März 4, 2026
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Konferenz in Leuven hebt Anstieg entsandter Drittstaatsangehöriger und Datenlücken hervor
Akademiker, Arbeitsinspektoren und Arbeitgeberverbände trafen sich am 3. März 2026 in Leuven zur Abschlusskonferenz des EU-geförderten Projekts POSTING.STAT 2.0, einer zweijährigen Initiative unter Leitung der KU Leuven zur Verbesserung der Statistik über die Entsendung von Arbeitnehmern. Die Veranstaltung ist besonders relevant für Teams im Bereich globale Mobilität, da die innergemeinschaftliche Entsendung weiterhin ein zentrales, aber oft missverstandenes Instrument für kurzfristige Einsätze und Subunternehmerverhältnisse in den belgischen Branchen Bau, Logistik und Agrar-Lebensmittel ist.

Wesentliche Forschungsergebnisse umfassen:
• Rekordzahlen an Drittstaatsangehörigen (DTA) werden nun innerhalb der EU entsandt, wobei einige Entsendestaaten einen Anteil von über 30 % DTA melden. Besonders betroffen sind der Straßentransport, das Baugewerbe und die Landwirtschaft.
• Verwaltungsdaten zeigen eine zunehmende Komplexität der Subunternehmerketten, die oft mehrere Ebenen ausländischer und belgischer Firmen umfassen. Die mangelnde Transparenz birgt Risiken hinsichtlich der Einhaltung von Lohngleichheit und der Koordinierung der Sozialversicherung.
• Die Durchsetzung der Vorschriften ist uneinheitlich. Die Inspektionsdienste der Mitgliedstaaten verwenden unterschiedliche Definitionen, was einen EU-weiten Vergleich von Verstoßraten oder Sanktionserhebungen unmöglich macht.

Konferenz in Leuven hebt Anstieg entsandter Drittstaatsangehöriger und Datenlücken hervor


Teilnehmer der Europäischen Arbeitsbehörde und des belgischen Sozialinspektionsdienstes forderten ein einheitliches digitales Meldesystem – oft als „e-Declaration“ bezeichnet – das das heutige Flickwerk aus LIMOSA, A1-Formularen und nationalen Portalen ersetzen soll. Arbeitgeber begrüßten die Idee, betonten jedoch, dass die Datenfelder mit dem kommenden Ein- und Ausreisesystem harmonisiert werden müssen, um Doppelarbeit zu vermeiden.

Für Unternehmen, die auf Entsendungsregelungen setzen, um Fachkräftelücken bei belgischen Projekten zu schließen, brachte die Debatte in Leuven drei praktische Empfehlungen hervor:
1. Subunternehmerketten auditieren, um Entsendungswege zu erfassen und die Gültigkeit der A1-Bescheinigungen sicherzustellen, insbesondere bei Drittstaatsangehörigen.
2. Für 2026-27 strengere Kontrollen einplanen, da Belgien sich an die EU-Initiative für glaubwürdigere Durchsetzung anpasst.
3. Die Reform der Sozialversicherungskoordination (Verordnung 883) beobachten, die möglicherweise bereits 2027 eine EU-weite e-Declaration einführt.

Der Abschlussbericht von POSTING.STAT 2.0, der im Frühjahr erscheint, wird in die Folgenabschätzungen der Kommission zu Arbeitsmobilitätsdaten einfließen und den Weg für Pilotprojekte der Europäischen Arbeitsbehörde ebnen. Angesichts der zentralen Rolle Belgiens als Entsendungs- und Empfangsland dürften die Ergebnisse die nationale Politik zu Kettenhaftung, Sanktionen und digitalen Compliance-Tools maßgeblich prägen.
Quelle: EBC Construction

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