
Regionale Instabilität beeinflusst Geschäftsreisen: Am 6. März musste ein von der französischen Regierung gechartertes Air-France-Flugzeug, das französische Staatsangehörige aus Dubai evakuieren sollte, nach Berichten über Raketenbeschuss in der Nähe der Flugroute umkehren. Verkehrsminister Philippe Tabarot erklärte gegenüber Journalisten, der Vorfall zeige die Komplexität von Rückführungsoperationen angesichts der umfassenden US-israelischen Angriffe auf den Iran. Während die Golf-Fluggesellschaften Emirates und Etihad eine teilweise Wiederaufnahme ihres Flugbetriebs ankündigten, lag das Verkehrsaufkommen am Flughafen Dubai laut Flightradar24-Daten, die Reuters zitierte, bei nur 25 Prozent des Normalwerts. Frankreich koordiniert weiterhin mit EU-Partnern zusätzliche Charterflüge; jedoch haben sich die Versicherungsprämien für Flüge über den Golf innerhalb einer Woche verdoppelt, was einige Airlines dazu zwingt, Umleitungen über Athen oder Kairo zu wählen. Für französische multinationale Unternehmen mit Mitarbeitern im Nahen Osten wurden Fürsorgeprotokolle aktiviert. Das Risikomanagement-Unternehmen International SOS empfiehlt Notfallbudgets von bis zu 5.000 Euro pro Reisendem, um Notunterkünfte und alternative Routen über Muscat oder Riad abzudecken. Mobilitätsmanager sollten auch mögliche Auswirkungen auf Asien-Reisen im Blick behalten, da die Golf-Drehkreuze normalerweise ein Drittel des Europa-Asien-Verkehrs abwickeln. Der Vorfall verdeutlicht die enge Verbindung zwischen Geopolitik und Mobilität. Die französische Luftfahrtbehörde (DGAC) wird voraussichtlich aktualisierte NOTAMs herausgeben, die französisch registrierte Flugzeuge bis mindestens 19. März vom Überflug bestimmter Gebiete im Irak und Iran ausschließen. Unternehmen, die Rotationseinsätze in den Freizonen der VAE oder bei saudischen Großprojekten planen, sollten längere Reisezeiten und mögliche Engpässe bei Quarantänehotels bei weiteren Umleitungen einkalkulieren.