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SWISS setzt weitere Evakuierungsflüge aus – 4.000 Schweizer bleiben im Nahen Osten

März 9, 2026
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SWISS setzt weitere Evakuierungsflüge aus – 4.000 Schweizer bleiben im Nahen Osten
Swiss International Air Lines (SWISS) bestätigte am Sonntag, dem 8. März 2026, dass vorerst keine weiteren Sonderrückholflüge aus der Golfregion geplant sind. Die Fluggesellschaft brachte am vergangenen Donnerstag 211 Schweizer Staatsbürger von Maskat zurück, und Edelweiss führte am Samstag zwei weitere Flüge durch, die zusätzlich 404 Passagiere nach Zürich brachten. Laut dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) sind noch rund 4.040 Schweizerinnen und Schweizer in der Travel Admin App als sich in den vom Konflikt betroffenen Ländern befindlich registriert. Der Konflikt war nach den US-israelischen Angriffen auf den Iran in der vergangenen Woche ausgebrochen.

Ein SWISS-Sprecher erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, dass die Sicherheitsbewertungen „stündlich wechseln“ und künftige Rettungsflüge nur auf ausdrückliche Anweisung des EDA organisiert würden. Die kommerziellen Flüge nach Dubai, Abu Dhabi, Dammam, Amman und Erbil sind derzeit bis mindestens 10. März ausgesetzt, während Flüge nach Tel Aviv bis 22. März und nach Beirut bis 28. März eingestellt bleiben.

SWISS setzt weitere Evakuierungsflüge aus – 4.000 Schweizer bleiben im Nahen Osten


Die Situation zwingt Tausende Schweizer Touristen, Geschäftsreisende und im Ausland arbeitende Personen, nach Alternativen zu suchen. Viele haben sich bei den Schweizer Botschaften registriert und prüfen Überlandrouten in Nachbarländer mit offenem Luftraum wie Oman oder Katar. Reise-Risikoberater berichten von einer stark gestiegenen Nachfrage multinationaler Kunden mit Mitarbeitern in der Region, während Firmenreiseleiter auf höhere Gewalt-Klauseln zurückgreifen, um nicht erstattungsfähige Ticketkosten geltend zu machen.

Für global agierende Unternehmen unterstreicht die Pause die Notwendigkeit robuster Duty-of-Care-Programme, dynamischer Reisendenverfolgung und Notfallplanung. Schweizer Multinationale mit Aktivitäten im Nahen Osten raten ihren Mitarbeitenden, elektronische Kopien der Pässe mitzuführen, rund um die Uhr erreichbar zu bleiben und Grenzgebiete mit Demonstrationen zu meiden. Einwanderungsrechtler warnen, dass ein Überschreiten der Aufenthaltsdauer bei Einreisestempeln Bußgelder nach Wiederöffnung des Luftraums nach sich ziehen kann, und empfehlen, frühzeitig Kontakt mit den lokalen Migrationsbehörden aufzunehmen.

Während das EDA die Lage weiterhin beobachtet, wird von Experten darauf hingewiesen, dass Luftraumsperrungen oft länger andauern als die akute Sicherheitskrise, da Flugpersonal, Versicherer und Regulierungsbehörden konservative Risikogrenzen anlegen. Unternehmen mit kritischen Personalbewegungen sollten daher mit längeren Unterbrechungen rechnen und eine Umleitung über europäische Drehkreuze in Betracht ziehen, sobald der Flugbetrieb wieder aufgenommen wird.
Quelle: SWI swissinfo.ch

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