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EU-Sozialminister diskutieren Entsendung von Drittstaatsangehörigen – Rom fordert rechtliche Klarheit

März 10, 2026
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EU-Sozialminister diskutieren Entsendung von Drittstaatsangehörigen – Rom fordert rechtliche Klarheit
Beim Rat für Beschäftigung, Sozialpolitik, Gesundheit und Verbraucherschutz, der am 9. März 2026 in Brüssel stattfand, diskutierten die EU-Minister in der abschließenden Sitzung über Optionen für „rechtliche Klarheit bei der Entsendung von Drittstaatsangehörigen“. Italien, vertreten durch Arbeitsministerin Marina Calderone, forderte den Rat auf, die Regeln zu harmonisieren, damit nicht-EU-Entsandte, die in einem Mitgliedstaat legal beschäftigt sind, vorübergehend in einem anderen arbeiten können, ohne doppelte Arbeitserlaubnisanträge stellen zu müssen. Die Debatte folgt auf eine Reihe von Vertragsverletzungsverfahren, bei denen entsandte Arbeitnehmer mit italienischen Genehmigungen von nord- und mitteleuropäischen Arbeitsinspektoraten wegen fehlender lokaler Genehmigungen mit Bußgeldern belegt wurden. Italienische Ingenieurbüros beklagen, dass solche Fälle ihre Wettbewerbsfähigkeit bei grenzüberschreitenden Infrastrukturprojekten untergraben. Calderone schlug eine digitale Bescheinigung vor, die mit dem kommenden europäischen Arbeitsausweis verknüpft ist und in Echtzeit die Sozialversicherung und den Arbeitsgenehmigungsstatus bestätigt. Obwohl keine verbindliche Entscheidung getroffen wurde, einigte sich der Rat darauf, den Beschäftigungsausschuss mit der Ausarbeitung von Schlussfolgerungen bis Juni 2026 zu beauftragen. Experten für Geschäftsreisen prognostizieren, dass dieser Schritt den Weg für ein „Single-Permit-Plus“-Modell ebnen könnte, bei dem der Gaststaat Genehmigungen anerkennt, die anderswo ausgestellt wurden, sofern Gehalts- und Unterkunftsanforderungen erfüllt sind. Für Personalabteilungen ist die unmittelbare Konsequenz, die aktuellen Akten zu entsandten Arbeitnehmern zu überprüfen. Die Behörden in Frankreich und Deutschland haben die Kontrollen von Transportern und Kleinlastern, die aus Italien einreisen, verschärft und prüfen A1-Sozialversicherungsbescheinigungen sowie Erklärungen nach lokalen Entsendegesetzen. Das Nichtvorlegen der Dokumente kann zu Bußgeldern von bis zu 1.500 € pro Arbeitnehmer führen. Manager für globale Mobilität sollten die bevorstehenden Ratsbeschlüsse aufmerksam verfolgen und bereit sein, die vorgeschlagene digitale Bescheinigung in die Reisegenehmigungsprozesse zu integrieren, sobald die Spezifikationen veröffentlicht sind.
Quelle: Council of the European Union

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