
Frische Daten vom 12. März von AirHelp zeigen, dass anhaltende Arbeitskämpfe in ganz Europa innerhalb von 24 Stunden 2.082 Flüge verzögerten und 90 Flüge annullierten, wodurch Tausende von Passagieren gestrandet sind. Der Flughafen Zürich gehört zu den drei am stärksten betroffenen Drehkreuzen, zusammen mit Athen und Amsterdam, wobei sich die Auswirkungen durch den separaten Pilotenstreik bei Lufthansa noch verschärfen. Besonders betroffen sind die Fluggesellschaften Lufthansa, EasyJet, Wizz Air, KLM und SWISS. Arbeitsniederlegungen im Bodenservice und bei der Kabinenbesatzung in Frankreich, Finnland und Griechenland schränkten die Möglichkeit der Airlines ein, Flugzeuge umzuleiten, was in der Schweiz trotz normaler Abläufe beim lokalen Personal zu erheblichen Folgeverspätungen führte. Reisende berichteten von Wartezeiten von über drei Stunden bei der Passkontrolle in Zürich, da sich am späten Abend mehrere umgeleitete Flüge sammelten. Nach EU-Verordnung 261 haben die meisten dieser Störungen Anspruch auf Entschädigung, sofern sie nicht als „außergewöhnlich“ eingestuft werden. Die Airlines warnen jedoch bereits vor Bearbeitungsrückständen. Mobilitätsteams sollten Sammelanträge einrichten und Reisende daran erinnern, Bordkarten und Belege aufzubewahren. Arbeitgeber mit zeitkritischen Projekten verlegen Meetings zunehmend ins Internet oder buchen für inner-europäische Reisen auf die Schiene um. Die Flughafenbetreiber in Zürich geben an, dass die Personalstärke ausreichend ist, raten jedoch, bis zum 14. März mindestens drei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein. Der Vorfall verdeutlicht, wie verstreute Arbeitskämpfe, selbst außerhalb der Schweiz, eng getaktete Flugpläne ins und aus dem Land schnell lahmlegen können.
Quelle: AirHelp
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