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Spanisches Bodenpersonal an Flughäfen kündigt Osterstreiks an und droht mit erheblichen Flugausfällen

März 21, 2026
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Spanisches Bodenpersonal an Flughäfen kündigt Osterstreiks an und droht mit erheblichen Flugausfällen
Geschäfts- und Freizeitreisende, die während der geschäftigen Semana Santa in Spanien unterwegs sind, müssen mit weitreichenden Flugverspätungen rechnen. Die drei wichtigsten spanischen Bodenverkehrsgewerkschaften – UGT, CCOO und USO – haben formelle Streikankündigungen für den Zeitraum vom 27. bis 29. März sowie für rollierende Arbeitsniederlegungen an jedem Montag, Mittwoch und Freitag danach eingereicht. Die Streiks betreffen 12 Flughäfen, an denen Groundforce Serviceverträge hält, darunter die beiden wichtigsten Langstrecken-Drehkreuze Madrid-Barajas und Barcelona-El Prat sowie bedeutende touristische Flughäfen wie Málaga, Palma de Mallorca, Alicante sowie die Hauptflughäfen der Kanarischen und Balearischen Inseln.

Das Groundforce-Personal ist für zentrale Abläufe wie Gepäckverladung, Push-back, Flugzeugreinigung und Betreuung von mobilitätseingeschränkten Passagieren zuständig. Selbst wenn die Airlines den Betrieb aufrechterhalten, drohen durch den reduzierten Personaleinsatz erhebliche Verzögerungen im gesamten Netzwerk. Nach dem spanischen Luftverkehrsgesetz wird das Verkehrsministerium „servicios mínimos“ (Mindestservice) festlegen, um Massenstornierungen zu verhindern. Diese liegen je nach Bedeutung der Strecke meist zwischen 50 % und 90 % der geplanten Flüge, doch zeigen Erfahrungen, dass sich Warteschlangen an Check-in, Sicherheitskontrollen und Gepäckausgabe dennoch deutlich verlängern.

Spanisches Bodenpersonal an Flughäfen kündigt Osterstreiks an und droht mit erheblichen Flugausfällen


Der Hotelverband CEHAT warnt, dass lange Wartezeiten Spaniens Image gerade zum Start der ersten großen Tourismuswelle zu Ostern 2026 schaden könnten. Geschäftsreisende sollten ihre Mitarbeiter darauf hinweisen, mehr Pufferzeit einzuplanen, wenn möglich nur mit Handgepäck zu reisen und die Airline-Apps auf kurzfristige Gate- oder Flugplanänderungen zu überwachen. Unternehmen mit zeitkritischer Fracht im Frachtraum sollten ebenfalls alternative Lösungen prüfen: Verzögerungen bei der Abfertigung kosteten Exporteure 2023 schätzungsweise 48 Millionen Euro durch Verderb und verpasste Anschlussverbindungen.

Die Streiks kommen zu einem kritischen Zeitpunkt, da der spanische Luftfahrtsektor sich auf die Umstellung auf das EU-Einreise-/Ausreisesystem (EES) am 10. April vorbereitet. Die Flughafenbetreibergesellschaft AENA hatte für Ende März eine beschleunigte Personalumverteilung und Systemtests geplant; die Gewerkschaften sehen in der zusätzlichen Arbeitsbelastung ohne Lohnanpassungen den Auslöser für ihre Aktionen. Die Verhandlungen laufen weiter, doch Insider berichten, dass bis zum 25. März eine Einigung erzielt werden muss, um den ersten 48-stündigen Streik zu verhindern.
Quelle: Euronews

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