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Spanien stellt weitere 1,73 Millionen Euro für Studien zum Unterwassertunnel Gibraltar–Tanger bereit

März 18, 2026
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Spanien stellt weitere 1,73 Millionen Euro für Studien zum Unterwassertunnel Gibraltar–Tanger bereit
Der spanische Ministerrat hat zusätzliche 1,73 Millionen Euro für das staatliche Unternehmen SECEGSA genehmigt, um geotechnische und ingenieurtechnische Studien für den seit langem geplanten Eisenbahntunnel zwischen der Provinz Cádiz und Nordmarokko fortzusetzen. Die Entscheidung, die am 17. März 2026 veröffentlicht wurde, erhöht die Gesamtmittel des spanischen Staates für das Projekt im Jahr 2026 auf fast 4 Millionen Euro und zeigt, dass Madrid das binationales Megaprojekt trotz seines langen Zeithorizonts politisch weiter vorantreiben will. SECEGSA wird die neuen Mittel nutzen, um Bohrlochdaten am Camarinal-Schwelle zu verfeinern – dem tiefsten und geologisch komplexesten Abschnitt der Straße von Gibraltar. Ein aktueller Bericht des Tunnelbauspezialisten Herrenknecht bestätigte, dass ein zweiröhriger Eisenbahntunnel – ähnlich dem Eurotunnel – mit heutiger Technik technisch machbar wäre, hob jedoch gebrochene Flysch-Formationen und Wassertiefen von 475 Metern als wesentliche Risiken hervor, die die Kosten weit über die derzeitigen 8,5 Milliarden Euro der spanischen Schätzung treiben könnten. Politisch kommt die Finanzspritze zu einem heiklen Zeitpunkt in den Beziehungen zwischen Spanien und Marokko. Rabat bezeichnet den Tunnel wiederholt als strategisch für den Handel zwischen Afrika und der EU, während Madrid ihn als Motor für die andalusischen Häfen und den Passagierverkehr sieht, der langfristig die stark frequentierte Fährverbindung Algeciras–Tanger übertreffen könnte. Das spanische Verkehrs- und Ministerium für nachhaltige Mobilität hofft, dass der technische Fortschritt die Argumente für eine Kofinanzierung durch die EU-Initiative Connecting Europe Facility nach Abschluss der detaillierten Planung stärkt. Für Geschäftsreisende und Logistikplaner ist der Tunnel noch mindestens ein Jahrzehnt entfernt – SECEGSA nennt 2035 als optimistischstes Inbetriebnahmedatum – doch das neue Geld hält das Projekt am Leben und könnte die Vorbereitungsphase beschleunigen. Multinationale Unternehmen mit Standorten auf der Iberischen Halbinsel und in Nordafrika sollten die Studien genau verfolgen, da eine feste Verbindung die Tür-zu-Tür-Zeiten für Führungskräfte und hochwertigen Frachtverkehr zwischen Spanien und Marokko radikal verkürzen würde. Kurzfristig unterstreicht die Entscheidung den Willen der spanischen Regierung, das Land als südliches Tor für die Mobilität zwischen EU und Afrika zu positionieren. Auch ohne Baubeginn sorgt die anhaltende politische Unterstützung für Vertrauen bei Investoren in andalusischen Logistikparks und marokkanischen Freihandelszonen, dass die grenzüberschreitende Vernetzung weiter verbessert wird.
Quelle: El HuffPost

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