
In einer umfassenden Erklärung zu Änderungen, veröffentlicht am 5. März und zusammengefasst in einem Einwanderungs-Update vom 6. April, bestätigte das britische Innenministerium, dass indische Staatsangehörige nun für das Global Business Mobility (GBM) „Service Supplier“-Visum im Rahmen des UK–Indien Comprehensive Economic & Trade Agreement berechtigt sind. Ab dem 26. März 2026 können jährlich bis zu 1.800 indische Fachkräfte für bis zu 12 Monate vertraglich vereinbarte Dienstleistungen im Vereinigten Königreich erbringen, ohne die bisherige 12-monatige Beschäftigungsanforderung im Ausland erfüllen zu müssen. Gleichzeitig wurde die Auslandserfahrung für GBM-Secondment-Mitarbeiter von 12 auf 6 Monate halbiert, was den Pool an Mitarbeitern, die multinationale Unternehmen in UK-Projekte entsenden können, deutlich erweitert. Besonders profitieren sollen Branchen wie IT-Beratung, Ingenieurwesen und kreative Dienstleistungen, in denen indische Talente bei innerbetrieblichen Versetzungen dominieren. Für Mobility-Manager liegt der größte Vorteil in der Geschwindigkeit: Entsandte mit nur einem halben Jahr Dienstzeit im Heimatland können nun mobilisiert werden, was Unternehmen ermöglicht, UK-Kundenfristen mit kürzerer Vorlaufzeit einzuhalten. Aufgrund der jährlichen Obergrenze für Service Supplier ist jedoch eine frühzeitige Planung der Bewerberpipeline unerlässlich; sobald das Kontingent erreicht ist, werden neue Anträge in das nächste Kontingentjahr verschoben. Arbeitgeber müssen weiterhin einen Sponsoring-Vertrag ausstellen und die nationalen Mindestlohnanforderungen erfüllen. Zudem hat das Vereinigte Königreich ab dem 8. April 2026 höhere Visums- und ETA-Gebühren angekündigt, was die Kosten für Entsendungen steigen lässt. Einwanderungsberater empfehlen, Sponsoring-Zertifikate vor der Gebührenerhöhung zu sichern und die Kostenprognosen für Entsendungen entsprechend anzupassen.
Quelle: JD Supra – Clark Hill PLC