
Die internationalen Drehkreuze Frankreichs erleben den ersten echten Belastungstest des neuen biometrischen Ein- und Ausreisesystems (EES) der Europäischen Union, das seit dem 10. April 2026 voll einsatzfähig ist. Daten des Warteschlangen-Überwachungsunternehmens Qsensor zeigen, dass die durchschnittlichen Wartezeiten an den Passkontrollen am Flughafen Paris-Charles-de-Gaulle (CDG) und Paris-Orly (ORY) seit Einführung um etwa 25 % gestiegen sind. Diese Durchschnittswerte verdecken jedoch deutlich stärkere Spitzen. Wenn mehrere Langstreckenflüge innerhalb eines 20-Minuten-Fensters landen, berichten Nicht-EU-Reisende von Warteschlangen von anderthalb bis zwei Stunden, da jeder Passagier vor der Kontrolle ein Foto und einen Vier-Finger-Scan absolvieren muss.
Die französische Grenzpolizei erklärt, die Technologie funktioniere „wie vorgesehen“, räumt aber ein, dass die Personalplanung auf durchschnittlichen Bearbeitungszeiten von 40 bis 50 Sekunden pro Reisendem basierte. Bei Spitzenbelastungen kann allein die biometrische Erfassung so lange dauern, was die Abfertigungszeit pro Passagier verdoppelt. Der Flughafenbetreiber ADP hat deshalb die stillgelegten Warteschlangenbereiche in den Terminals 2E und 3 am CDG wieder geöffnet und plant, bis zum 1. Juni 60 zusätzliche Selbstbedienungs-Registrierungskioske zu installieren.
Die Verzögerungen wirken sich bereits auf den Flugbetrieb aus. Air France und easyJet haben stillschweigend die Mindestumsteigezeiten für Verbindungen von Schengen- zu Nicht-Schengen-Flügen am CDG um 15 Minuten verlängert, während Langstreckenfluggesellschaften Transitpassagieren raten, mindestens drei Stunden zwischen den Flügen einzuplanen. Bodenabfertigungsfirmen melden vermehrt verpasste Anschlussflüge, besonders bei Reisenden aus Nordamerika, die nachts ankommen und sich in der Zeit von 7 bis 9 Uhr bündeln.
Für Firmenmobilitätsmanager lautet die aktuelle Empfehlung: Mitarbeiter sollten die EU-App „Travel to Europe“ herunterladen und ihre Passdaten vorab registrieren; Vormittagstermine in Paris an Ankunftstagen nicht vor Mittag planen; und enge Verbindungen innerhalb der EU vermeiden, bis das System stabil läuft. Das Innenministerium hat angekündigt, die Ausweitung der „Registered Traveller“-Programme und der Crew-Spuren bis Juli zu beschleunigen, doch Gewerkschaften warnen, dass zusätzliches Personal vor den Olympischen Spielen schwer zu rekrutieren sein wird.
Sollten die Engpässe anhalten, könnten Fluggesellschaften gezwungen sein, ihre Sommerflugpläne zu reduzieren oder Kapazitäten auf Nebenflughäfen wie Lyon oder Nizza zu verlagern, was die Geschäftsreisemuster in ganz Frankreich nachhaltig verändern könnte.
Die französische Grenzpolizei erklärt, die Technologie funktioniere „wie vorgesehen“, räumt aber ein, dass die Personalplanung auf durchschnittlichen Bearbeitungszeiten von 40 bis 50 Sekunden pro Reisendem basierte. Bei Spitzenbelastungen kann allein die biometrische Erfassung so lange dauern, was die Abfertigungszeit pro Passagier verdoppelt. Der Flughafenbetreiber ADP hat deshalb die stillgelegten Warteschlangenbereiche in den Terminals 2E und 3 am CDG wieder geöffnet und plant, bis zum 1. Juni 60 zusätzliche Selbstbedienungs-Registrierungskioske zu installieren.
Die Verzögerungen wirken sich bereits auf den Flugbetrieb aus. Air France und easyJet haben stillschweigend die Mindestumsteigezeiten für Verbindungen von Schengen- zu Nicht-Schengen-Flügen am CDG um 15 Minuten verlängert, während Langstreckenfluggesellschaften Transitpassagieren raten, mindestens drei Stunden zwischen den Flügen einzuplanen. Bodenabfertigungsfirmen melden vermehrt verpasste Anschlussflüge, besonders bei Reisenden aus Nordamerika, die nachts ankommen und sich in der Zeit von 7 bis 9 Uhr bündeln.
Für Firmenmobilitätsmanager lautet die aktuelle Empfehlung: Mitarbeiter sollten die EU-App „Travel to Europe“ herunterladen und ihre Passdaten vorab registrieren; Vormittagstermine in Paris an Ankunftstagen nicht vor Mittag planen; und enge Verbindungen innerhalb der EU vermeiden, bis das System stabil läuft. Das Innenministerium hat angekündigt, die Ausweitung der „Registered Traveller“-Programme und der Crew-Spuren bis Juli zu beschleunigen, doch Gewerkschaften warnen, dass zusätzliches Personal vor den Olympischen Spielen schwer zu rekrutieren sein wird.
Sollten die Engpässe anhalten, könnten Fluggesellschaften gezwungen sein, ihre Sommerflugpläne zu reduzieren oder Kapazitäten auf Nebenflughäfen wie Lyon oder Nizza zu verlagern, was die Geschäftsreisemuster in ganz Frankreich nachhaltig verändern könnte.
Quelle: Qsensor Blog