
Weniger als drei Wochen nach dem vollständigen Start des Ein- und Ausreisesystems (EES) der Europäischen Union am 10. April erleben Reisende, dass das versprochene „schnelle biometrische Verfahren“ alles andere als reibungslos funktioniert. Der Guardian sammelte am 30. April Hunderte von Reiseberichten, viele davon berichten von Wartezeiten von bis zu drei Stunden an den Schengen-Grenzübergängen. Besonders betroffen waren der internationale Flughafen Krakau Johannes Paul II. und der Flughafen Warschau Chopin, wo defekte Terminals die Grenzbeamten zwangen, improvisiert mit Handykameras Fotos aufzunehmen.
Das EES ersetzt bei Nicht-EU-Reisenden die herkömmlichen Passstempel durch eine biometrische Erfassung – Gesicht und Fingerabdrücke –, die in einer zentralen EU-Datenbank gespeichert wird. Das System soll die Einhaltung der 90/180-Tage-Regel für visumfreies Reisen strenger kontrollieren, doch die anfänglichen Startschwierigkeiten offenbaren Lücken bei Personal, Beschilderung und Notfallplänen.
Passagiere in Krakau berichteten am 4. Februar, dass sie 30 Minuten lang im Flugzeug festgehalten wurden, weil die Ankunftshalle überfüllt war; in Warschau führten die langen Warteschlangen am 1. Mai, dem Feiertagsreisebeginn, bis in die Fluggastbrücken hinein. Die polnische Grenzpolizei gibt an, dass sich der Durchsatz seit dem Start verbessert habe, räumt aber ein, dass die Spitzenzeiten weiterhin über den Zielwerten liegen. Zusätzliche Beamte wurden eingesetzt und „Warteschlangenlotsen“ installiert, um verwirrte Reisende zu funktionierenden Terminals zu leiten. Dennoch ist die Zuverlässigkeit der Hardware, insbesondere der Fingerabdruckscanner, nach wie vor unzuverlässig.
Für Unternehmen bedeutet die Störung erhebliche Kosten. Die europäische Billigfluggesellschaft EasyJet bestätigte, dass letzte Woche 122 Passagiere ihren Flug von Mailand nach Manchester wegen biometrischer Engpässe verpassten; auch LOT Polish Airlines verzeichnete einen Anstieg bei verweigerten Boardings aufgrund verspäteter Ankünfte. Mobilitätsmanager raten nun, bei Flügen außerhalb des Schengen-Raums mindestens drei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein und die erstmalige EES-Registrierung auf dem Hinflug durchzuführen, wenn der Andrang geringer ist.
Die Europäische Kommission betont, dass sich die Leistung stabilisieren wird, sobald Reisende und Personal mit dem System vertraut sind. Bis dahin sollten Unternehmen ihre Reiserichtlinien anpassen, Mitarbeiter über den zusätzlichen Verfahrensschritt informieren und bei Anschlussflügen über polnische Drehkreuze mehr Pufferzeit einplanen.
Das EES ersetzt bei Nicht-EU-Reisenden die herkömmlichen Passstempel durch eine biometrische Erfassung – Gesicht und Fingerabdrücke –, die in einer zentralen EU-Datenbank gespeichert wird. Das System soll die Einhaltung der 90/180-Tage-Regel für visumfreies Reisen strenger kontrollieren, doch die anfänglichen Startschwierigkeiten offenbaren Lücken bei Personal, Beschilderung und Notfallplänen.
Passagiere in Krakau berichteten am 4. Februar, dass sie 30 Minuten lang im Flugzeug festgehalten wurden, weil die Ankunftshalle überfüllt war; in Warschau führten die langen Warteschlangen am 1. Mai, dem Feiertagsreisebeginn, bis in die Fluggastbrücken hinein. Die polnische Grenzpolizei gibt an, dass sich der Durchsatz seit dem Start verbessert habe, räumt aber ein, dass die Spitzenzeiten weiterhin über den Zielwerten liegen. Zusätzliche Beamte wurden eingesetzt und „Warteschlangenlotsen“ installiert, um verwirrte Reisende zu funktionierenden Terminals zu leiten. Dennoch ist die Zuverlässigkeit der Hardware, insbesondere der Fingerabdruckscanner, nach wie vor unzuverlässig.
Für Unternehmen bedeutet die Störung erhebliche Kosten. Die europäische Billigfluggesellschaft EasyJet bestätigte, dass letzte Woche 122 Passagiere ihren Flug von Mailand nach Manchester wegen biometrischer Engpässe verpassten; auch LOT Polish Airlines verzeichnete einen Anstieg bei verweigerten Boardings aufgrund verspäteter Ankünfte. Mobilitätsmanager raten nun, bei Flügen außerhalb des Schengen-Raums mindestens drei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein und die erstmalige EES-Registrierung auf dem Hinflug durchzuführen, wenn der Andrang geringer ist.
Die Europäische Kommission betont, dass sich die Leistung stabilisieren wird, sobald Reisende und Personal mit dem System vertraut sind. Bis dahin sollten Unternehmen ihre Reiserichtlinien anpassen, Mitarbeiter über den zusätzlichen Verfahrensschritt informieren und bei Anschlussflügen über polnische Drehkreuze mehr Pufferzeit einplanen.
Quelle: The Guardian
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