
Air Canada gab am 7. Mai bekannt, dass vier Sommerstrecken – Toronto–Sacramento, Vancouver–Raleigh Durham, Toronto–Charleston und Montreal–Austin – mehrere Wochen früher als geplant eingestellt werden, aufgrund eines Anstiegs der Kerosinpreise um 60 Prozent im Jahresvergleich. Die letzten Flüge finden zwischen dem 29. Juli und dem 7. September statt; der Service soll im Sommer 2027 wieder aufgenommen werden. Die Streichungen kommen zu den im April von WestJet angekündigten Kapazitätskürzungen hinzu, während die Internationale Luftverkehrsvereinigung (IATA) davor warnt, dass nordamerikanische Fluggesellschaften mit den höchsten Treibstoffkosten seit 2022 konfrontiert sind. Für kanadische Unternehmen treffen die verlorenen Verbindungen wichtige Technologiezentren (Austin, Raleigh) und Regierungsstandorte (Sacramento), die viel Geschäftsreiseverkehr anziehen. Reiseverantwortliche sollten sich darauf einstellen, Mitarbeiter über Chicago, Denver oder Dallas mit längeren Zwischenstopps umzubuchen, was die Hotel- und Tagesgeldkosten erhöht. Air Canada wird betroffene Passagiere kontaktieren und Umbuchungs- oder Rückerstattungsoptionen anbieten, allerdings könnten die Warteschlangen in den Global Distribution Systemen (GDS) länger werden. Unternehmen mit ausgehandelten Firmenraten sollten die Vertragserfüllung genau beobachten, da ungenutzte Segmente zu Volumenminderungen für 2026 führen könnten. Gleichzeitig hat Air Canada die Prognose für das Gesamtjahr ausgesetzt, was auf weitere Netzschwankungen hindeutet. Die Fluggesellschaft erklärte, dass steigende Treibstoff-Futures – bedingt durch Lieferstörungen im Nahen Osten – mittlere US-Strecken bei den aktuellen Tarifobergrenzen unrentabel machen. Analysten weisen darauf hin, dass eine Treibstoffzuschlagsgebühr nach Ticketkauf gegen die kanadischen Passagierrechte (Air Passenger Protection Regulations, APPR) verstoßen könnte, sodass die Flugplanreduzierung das wichtigste Mittel bleibt. Reisende mit US-Arbeitsvisa oder Teilnehmer des Kanada-US-FAST-Programms sollten prüfen, ob Ersatzrouten weiterhin über Vorabkontrollflughäfen führen; andernfalls könnten zusätzliche Zollkontrollen bei der Ankunft die Tür-zu-Tür-Zeitersparnis schmälern.
Quelle: Global News