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Live-Grenzdaten zeigen am 17. Mai 16-stündige Lkw-Staus am Grenzübergang Shehyni–Medyka, was die polnisch-ukrainischen Lieferketten belastet.

Mai 18, 2026
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Live-Grenzdaten zeigen am 17. Mai 16-stündige Lkw-Staus am Grenzübergang Shehyni–Medyka, was die polnisch-ukrainischen Lieferketten belastet.
Echtzeitstatistiken auf der Plattform Nakordoni.eu um 10:25 MESZ am 17. Mai 2026 zeigten, dass 430 Lastwagen am Grenzübergang Shehyni–Medyka auf die Einreise nach Polen warteten – was einer prognostizierten Wartezeit von 16 Stunden und 30 Minuten entspricht. Die Wartezeiten für Schwerlastfahrzeuge liegen seit Ostern konstant über 15 Stunden, doch der 17. Mai markierte den schlimmsten Sonntag dieses Quartals, mit einem Anstieg von einem Prozent gegenüber dem bisherigen Höchststand. Die Engpässe resultieren aus drei zusammenlaufenden Faktoren. Erstens binden Polens anhaltende Passkontrollen mit Deutschland und Litauen Grenzschutzkräfte, die sonst im Osten eingesetzt werden könnten. Zweitens hat der ukrainische Exportboom im Kriegszustand – Getreide, Holz, Maschinen – den Lkw-Verkehr über den vergleichsweise gut ausgebauten E40-Korridor nach Medyka stark erhöht. Drittens sorgt das seit März am Grenzübergang aktive EU-Ein- und Ausreisesystem (EES) für etwa 45 Sekunden zusätzliche Bearbeitungszeit pro Fahrer bei der biometrischen Erfassung, was sich bei mehreren hundert ankommenden Lastwagen schnell zu Stunden summiert. Lange Warteschlangen führen zu hohen Standgeldkosten: Der polnische Logistikverband TLP schätzt, dass jeder stillstehende Sattelzug pro Stunde 85 Euro an Kraftstoff, Überstunden für Fahrer und Verderb von Frischwaren kostet. Hersteller im Luftfahrtcluster von Rzeszów berichten von Verzögerungen bei just-in-sequence-Teillieferungen aus Lwiw, während E-Commerce-Unternehmen wertvolle Pakete trotz höherer Tarife verstärkt per Bahn über den Dorohusk-Korridor transportieren. Zollagenten empfehlen Spediteuren, Plätze im ukrainischen eCherha-System vorzubuchen, ausgedruckte CMR-Frachtbriefe mitzuführen, um Nachkontrollen zu beschleunigen, und wenn möglich den Grenzübergang Nyzhankovychi–Malhowice zu nutzen, der derzeit mit 12 Stunden Wartezeit belastet ist. Mobilitätsmanager, die Haushaltswaren oder Projektladungen nach Polen bringen, sollten Abholungen auf die Wochenmitte legen, da historische Nakordoni-Daten zeigen, dass die Warteschlange dann auf etwa 24 Stunden sinkt. Die chronische Überlastung am Grenzübergang Shehyni–Medyka verdeutlicht eine größere Herausforderung für Polens globales Mobilitätsökosystem: Der Ausbau der Infrastruktur hinkt dem Anstieg des Ost-West-Handels seit 2022 hinterher. Bis 2027 zusätzliche Kontrollspuren und Parkflächen in Betrieb gehen, sollten Unternehmen mit unvorhersehbaren Transitzeiten rechnen und „Grenzpuffer“ in ihre Lieferkettenvereinbarungen (SLA) einplanen.
Quelle: Nakordoni.eu

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