
Im „Today in Switzerland“-Bericht vom 26. Mai hebt das Nachrichtenportal The Local die wachsende Sorge unter Arbeitsmarktexperten hervor, dass die Volksinitiative der Schweizerischen Volkspartei (SVP) „Nein zu einem 10-Millionen-Schweiz“ den Zustrom wichtiger EU-Fachkräfte stark einschränken könnte. Die am 14. Juni zur Abstimmung stehende Vorlage will eine harte Bevölkerungsobergrenze von zehn Millionen in der Verfassung verankern und automatische Bewilligungsbeschränkungen auslösen, sobald die Einwohnerzahl 9,5 Millionen erreicht. SVP-Kampagnenführer betonen, dass der Plan weiterhin jährlich 40.000 Zuwanderer aus EU- und EFTA-Staaten zulässt – eine Zahl, die sie als fairen Kompromiss zwischen demografischem Druck und wirtschaftlichen Bedürfnissen darstellen.
Doch Hendrik Budliger, ehemaliger Berater des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO), erklärte gegenüber The Local, dass diese Quote mindestens 20.000 zu niedrig sei, um die in Rente gehenden Babyboomer zu ersetzen. Da mehr Arbeitskräfte den Arbeitsmarkt verlassen als neu hinzukommen, warnt Budliger: „Eine Obergrenze von 40.000 würde den Arbeitsmarkt einfrieren und das Wachstum gefährden.“ Besonders betroffen sind Branchen wie Gesundheitswesen, IT, Präzisionsmechanik und Gastgewerbe – Sektoren, die bereits stark auf Grenzgänger und innerbetriebliche Versetzungen angewiesen sind. Klinikleiter warnen, dass ohne kontinuierlichen Zustrom von Pflegekräften und Ärzten aus den Nachbarländern der EU die Wartezeiten steigen und elektive Eingriffe eingeschränkt werden müssten. Tech-Start-ups im Zürcher „Crypto Valley“ befürchten, dass Fachkräftemangel wertvolle Projekte ins Ausland treiben könnte.
Arbeitgeberverbände fordern multinationale Unternehmen auf, ihre Personalmodelle auf den Prüfstand zu stellen: Rollen zu identifizieren, die ins EU-Ausland verlagert werden können, lokale Weiterbildungsprogramme zu beschleunigen und Notfallpläne für kurzfristige Dienstvisa zu entwickeln, falls die Personenfreizügigkeit zusammenbricht. Einige Unternehmen erarbeiten bereits alternative Schichtpläne für Grenzgänger aus Frankreich, Deutschland oder Italien, falls die Aufenthaltsbewilligungen nach der Abstimmung plötzlich eingeschränkt werden.
Selbst wenn die Initiative abgelehnt wird, deuten die knappen Umfragewerte auf eine restriktivere Stimmung hin, die zu härteren Quoten-Debatten im Parlament führen könnte. Unternehmen mit Schweizer Niederlassungen sollten daher demografische Daten genau beobachten und den Dialog mit kantonalen Migrationsämtern aktiv pflegen, um Bewilligungen rechtzeitig vor Einstellungsterminen zu sichern.
Doch Hendrik Budliger, ehemaliger Berater des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO), erklärte gegenüber The Local, dass diese Quote mindestens 20.000 zu niedrig sei, um die in Rente gehenden Babyboomer zu ersetzen. Da mehr Arbeitskräfte den Arbeitsmarkt verlassen als neu hinzukommen, warnt Budliger: „Eine Obergrenze von 40.000 würde den Arbeitsmarkt einfrieren und das Wachstum gefährden.“ Besonders betroffen sind Branchen wie Gesundheitswesen, IT, Präzisionsmechanik und Gastgewerbe – Sektoren, die bereits stark auf Grenzgänger und innerbetriebliche Versetzungen angewiesen sind. Klinikleiter warnen, dass ohne kontinuierlichen Zustrom von Pflegekräften und Ärzten aus den Nachbarländern der EU die Wartezeiten steigen und elektive Eingriffe eingeschränkt werden müssten. Tech-Start-ups im Zürcher „Crypto Valley“ befürchten, dass Fachkräftemangel wertvolle Projekte ins Ausland treiben könnte.
Arbeitgeberverbände fordern multinationale Unternehmen auf, ihre Personalmodelle auf den Prüfstand zu stellen: Rollen zu identifizieren, die ins EU-Ausland verlagert werden können, lokale Weiterbildungsprogramme zu beschleunigen und Notfallpläne für kurzfristige Dienstvisa zu entwickeln, falls die Personenfreizügigkeit zusammenbricht. Einige Unternehmen erarbeiten bereits alternative Schichtpläne für Grenzgänger aus Frankreich, Deutschland oder Italien, falls die Aufenthaltsbewilligungen nach der Abstimmung plötzlich eingeschränkt werden.
Selbst wenn die Initiative abgelehnt wird, deuten die knappen Umfragewerte auf eine restriktivere Stimmung hin, die zu härteren Quoten-Debatten im Parlament führen könnte. Unternehmen mit Schweizer Niederlassungen sollten daher demografische Daten genau beobachten und den Dialog mit kantonalen Migrationsämtern aktiv pflegen, um Bewilligungen rechtzeitig vor Einstellungsterminen zu sichern.
Quelle: The Local Switzerland