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Streik der Bodenabfertiger am Flughafen Brüssel flammt erneut auf und droht zu Check-in-Verzögerungen zu führen

Juni 17, 2026
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Streik der Bodenabfertiger am Flughafen Brüssel flammt erneut auf und droht zu Check-in-Verzögerungen zu führen
Eine kurze Pause im Arbeitskonflikt zwischen dem Bodenabfertigungsdienstleister Aviapartner und seinen Beschäftigten endete am späten 16. Juni, nachdem die Vermittlungsgespräche gescheitert waren. Die Mitarbeiter der „Operations“-Abteilung – zuständig für Flugzeugabfertigung, Rampenkoordination und Ladeblatt-Erstellung – legten zum zweiten Mal in Folge die Arbeit nieder. Sie werfen der Geschäftsleitung vor, ein neues Vergütungssystem ohne Absprache eingeführt und langjährige Sicherheits- sowie Arbeitsbelastungsprobleme ignoriert zu haben. Während der spontane Streik am Montag rund 60 Abflüge beeinträchtigte, war der erneute Ausstand am Dienstag gezielter. Check-in, Gepäcksortierung und Passagierdienste liefen weiter, doch die Rampenaktivitäten standen laut Berichten zu 95 % still, was Airlines wie Ryanair, Brussels Airlines und TAP Air Portugal zwang, Gate-Zuweisungen umzustrukturieren und Notfallteams einzusetzen. Die Flughafenbehörde riet Reisenden, den Flugstatus genau zu verfolgen und frühzeitig anzureisen, betonte jedoch, dass der Gesamtflugplan dank des alternativen Dienstleisters Swissport weitgehend aufrechterhalten werden konnte. Die Gewerkschaften ACV-CSC, ABVV-FGTB und SYNOVA legten fünf Forderungen vor: ein transparentes Stellenbewertungssystem, rückwirkende Gehaltsanpassungen, garantierte Pausen, verpflichtende Sicherheitsunterweisungen und eine gemeinsame Überprüfung des neuen leistungsbasierten Bonussystems. Aviapartner gibt an, bei vier Punkten eine Einigung erzielt zu haben und formelle Gespräche zum fünften Punkt nächste Woche beginnen zu können, doch die Beschäftigten bestehen auf einer schnelleren Wiederaufnahme der Verhandlungen. Der Föderale Öffentliche Dienst für Beschäftigung bot für den 18. Juni weitere Vermittlungsgespräche an; ein Scheitern könnte den Streik auf Gepäck- und Gate-Teams ausweiten und die ohnehin schon volle Sommersaison stärker beeinträchtigen. Für Manager im Bereich globale Mobilität ist der Vorfall eine Erinnerung daran, dass Belgiens traditionell konsensorientierte Arbeitsbeziehungen angesichts steigender Kostendrucke zunehmend instabiler werden. Multinationale Unternehmen, die Mitarbeiter oder Konferenzteilnehmer über Brüssel leiten, sollten zusätzliche Pufferzeiten einplanen, Mobilnummern in den Buchungsdaten hinterlegen, um Umbuchungsbenachrichtigungen zu ermöglichen, und Notfallhinweise für Reisen mit Handgepäck verbreiten. Umzugsdienstleister werden zudem geraten, ankommende Mitarbeiter auf mögliche Ankunftsverzögerungen vorzubereiten und Ersatzfahrer für den Flughafentransfer bereitzuhalten. Während Aviapartner und die Gewerkschaften betonen, den Dialog einer Eskalation vorzuziehen, zeigt die Episode die Verwundbarkeit des Flughafenbetriebs, wenn einer von nur zwei zugelassenen Dienstleistern die Arbeit niederlegt. Das Ergebnis der Gespräche am Donnerstag wird von Airlines, Reiseversicherern und Mobilitätsteams, die sich auf die Hochsaison im Juli und August vorbereiten, genau beobachtet werden.
Quelle: The Brussels Times

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