
Der erste Flug AC868 von Air Canada startete am Abend des 18. Juni vom Halifax Stanfield International Airport (YHZ) und eröffnete eine neue, dreimal wöchentlich bediente Verbindung zwischen Atlantik-Kanada und Brüssel, Belgien. Der nur im Sommer angebotene Service läuft bis zum 5. September, bietet wöchentlich 1.700 Sitzplätze und stellt für Nova Scotia die erste Nonstop-Verbindung zu einem der einflussreichsten politischen und wirtschaftlichen Zentren Europas dar. Flughafen-Chefin Joyce Carter bezeichnete den Start als Meilenstein in der Strategie von Halifax Stanfield, den mittelgroßen Flughafen zur „international am besten vernetzten Einrichtung seiner Größe in Nordamerika“ zu entwickeln. Die Route verbindet Halifax direkt mit dem Netzwerk der EU-Institutionen, dem NATO-Hauptquartier und einem wachsenden Life-Sciences-Cluster in Brüssel – neue Chancen für Verteidigungsunternehmen, Meeresfrüchtexporteure und Ocean-Tech-Start-ups, die bereits rund um die Hafenstadt angesiedelt sind. Geschäftsreisende können über Star-Alliance-Partner zu mehr als 70 Zielen in Europa, Nordafrika und dem Golf weiterreisen, ohne Umwege über Toronto oder Montréal. Für Air Canada ist dieser Schritt Teil eines umfassenderen Ausbaus der transatlantischen Kapazitäten, die diesen Sommer ab Halifax um 40 Prozent erhöht wurden. Mark Galardo, EVP Commercial, erklärte, die Airline teste „die Nachfrage für eine ganzjährige Verbindung“ und werde die Buchungszahlen im Unternehmensbereich genau beobachten. Bleibt die Auslastung über 80 Prozent, erwarten Analysten eine Verlängerung oder Kapazitätserhöhung im nächsten Sommer. Praktisch profitieren Reisende von abendlichen Ostflügen, die volle Arbeitstage in Halifax ermöglichen, sowie von frühmorgendlichen Ankünften in Brüssel, dazu von gegenseitigem Lounge-Zugang und durchgechecktem Gepäck zu Zielen in Afrika und dem Nahen Osten. Unternehmen mit Hauptsitz oder Zulieferern in der EU sollten ihre Reisenden-Tracking-Tools anpassen, um die neuen Direktverbindungen und mögliche Sorgfaltspflichten bei der Umgehung der großen kanadischen Drehkreuze zu berücksichtigen. Für die Wirtschaftsförderungsteams in Atlantik-Kanada wird die Route bereits als Beleg dafür vermarktet, dass die Region nachhaltigen, ertragreichen internationalen Flugverkehr bieten kann – ein entscheidender Faktor, um ausländische Direktinvestitionen und mobile Fachkräfte vor 2027 anzuziehen, wenn die Bevölkerung von Nova Scotia voraussichtlich erstmals die Millionengrenze überschreitet.
Quelle: Pax Global Media
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