
Die Canadian Airline Dispatchers Association gab am 25. Juni bekannt, dass ihre 59 Flugdisponenten bei Jazz Aviation LP – der wichtigsten regionalen Tochtergesellschaft von Air Canada – mit einer Zustimmung von 96,4 % zum Streik aufgerufen haben, nachdem sie seit dem 1. Januar 2026 ohne Vertrag arbeiten. Sollten die Schlichtungsgespräche scheitern, könnte die Gruppe bereits ab dem 1. August rechtlich zum Streik berechtigt sein. Die Disponenten erstellen Flugpläne, überwachen das Wetter und koordinieren Routenänderungen für rund 400 tägliche Abflüge unter der Marke Air Canada Express. Ein Streik würde sich auf Inlands- und grenzüberschreitende Verbindungen auswirken, die kleinere Städte mit den Drehkreuzen in Toronto, Montréal und Vancouver verbinden, und die Zuverlässigkeit für Geschäftsreisende in der geschäftigen Sommersaison gefährden. Der Streit dreht sich um Löhne, die laut Gewerkschaft im Laufe eines zehnjährigen Vertrags hinter der Inflation zurückgeblieben sind. Jazz argumentiert, dass das jüngste Angebot wettbewerbsfähige Erhöhungen vorsieht, und weist darauf hin, dass ein Arbeitskampf auch einen Zusammenbruch des Kundenservices während der Weltmeisterschaft auslösen würde. Air Canada hat sich bisher nicht öffentlich geäußert, könnte aber unter Druck geraten, Hauptlinien-Crews umzudisponieren oder Flugzeuge zu leasen, falls es zum Streik kommt. Reiseleiter werden geraten, die Notfallpläne im Auge zu behalten und für August flexible Tarifklassen in Betracht zu ziehen. Nach Bundesrecht folgt auf die Schlichtung eine 21-tägige Abkühlphase. Beobachter erwarten eine Intensivierung der Mediation im Juli, doch die eindeutige Streikabstimmung deutet darauf hin, dass die Beschäftigten zu Arbeitskampfmaßnahmen bereit sind, sofern keine wesentliche Lohnerhöhung erzielt wird.
Quelle: PAX News