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Air Canada testet beschleunigtes Schiedsverfahren zur Bewältigung des enormen Rückstands bei Passagierrechten

Apr. 9, 2026
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Air Canada testet beschleunigtes Schiedsverfahren zur Bewältigung des enormen Rückstands bei Passagierrechten
Angesichts einer Rekordzahl von 96.000 Beschwerden zu Passagierrechten bei der Canadian Transportation Agency (CTA) hat Air Canada ein Pilotprojekt gestartet, bei dem 500 Fälle an einen unabhängigen Schlichter weitergeleitet werden, der von der Fluggesellschaft finanziert wird. Das am 8. April angekündigte Programm wird von der in Großbritannien ansässigen CDRL Group durchgeführt und verspricht eine Entscheidung innerhalb von 90 Tagen nach Erhalt aller erforderlichen Informationen. Im Rahmen des Versuchs können ausgewählte Anspruchsteller – diejenigen, die Rückerstattungen oder Entschädigungen für Verspätungen und Annullierungen verlangen – freiwillig an diesem parallelen Verfahren teilnehmen, ohne ihren Platz in der CTA-Warteschlange zu verlieren. Die Entscheidungen sind derzeit noch nicht bindend, doch Air Canada sieht in dem erfolgreichen Pilotprojekt die Möglichkeit, eine dauerhafte und schnellere Alternative zu schaffen und die pro Beschwerde an die Regulierungsbehörde zu zahlenden Gebühren der Fluggesellschaften zu senken. Verbraucherschützer zeigen sich skeptisch. Gábor Lukács, Gründer von Air Passenger Rights, verglich den Schritt mit „dem Ex-Freund der Ex als Mediator bei der Scheidung“, und verwies auf die niedrige Bewertung von CDRL bei Trustpilot. Kritiker warnen, dass das Programm Verwirrung stiften könnte, indem es mehrere Streitbeilegungskanäle schafft, anstatt den bestehenden zu vereinfachen. Für Geschäftsreisende und Firmenreisestellen hat der Rückstau reale Folgen: Verzögerte Erstattungen blockieren Spesenabrechnungen und schwächen Fürsorgepflichtprogramme. Sollte Air Canadas Experiment die Wartezeiten von Jahren auf Monate verkürzen, könnte es als Modell für andere Fluggesellschaften dienen und den Druck auf Ottawa erhöhen, die seit Langem angekündigten Reformen der Air Passenger Protection Regulations abzuschließen. Manager für globale Mobilität sollten ihre Mitarbeiter darüber informieren, dass das Schiedsverfahren derzeit nicht bindend ist und Teilnehmer bei Unzufriedenheit zur CTA zurückkehren können. Zudem sollten sie beobachten, ob andere Airlines ähnliche Programme einführen, da dies die Entschädigungsfristen bei Reisen mit mehreren Fluggesellschaften beeinflussen könnte.
Quelle: CityNews

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