
Das Innenministerium hat seine offizielle Stellungnahme zur Inspektion des Unabhängigen Chefinspktors für Grenzen und Einwanderung bezüglich des „Kontaktmanagements“ mit Migranten ohne Aufenthaltsgenehmigung veröffentlicht. Das am 25. Juni 2026 veröffentlichte Dokument akzeptiert sieben von acht Empfehlungen und kündigt ein „Contact Management Transformation Programme“ an, das jeden Berührungspunkt vom ersten Kontakt bis zur Abschiebung oder Legalisierung erfasst. Wichtige Maßnahmen umfassen die Bereinigung von Millionen veralteter Datensätze in der „Population of Interest“-Datenbank – dem Tool, mit dem die Einwanderungskontrolle Flüchtige aufspürt – sowie eine Investition von 10 Millionen Pfund in Selbstbedienungs-Terminals in Polizeistationen und Meldezentren bis Dezember 2026. Die digitale Meldung per Smartphone, die bereits 100.000 Personen abdeckt, wird mit Geolokalisierungstechnologie erweitert, um die Einhaltung zu überprüfen. Warum das wichtig ist: Inkonsistente Daten haben lange Zeit die Überprüfung der Arbeitsberechtigung erschwert und Entscheidungen bei Arbeitgebern, die Visa sponsern, verzögert. Ein sauberer Datensatz und eine klarere Priorisierung der Durchsetzung sollen falsche „keine Spur“-Antworten reduzieren, die zur Suspendierung von Mitarbeitern führen können. Die vorgeschlagenen gesetzlichen Anpassungen zur Stärkung der Meldepflichten könnten jedoch die administrative Belastung für Personalabteilungen erhöhen, die die Adressen gesponserter Arbeitnehmer überwachen. Praktische nächste Schritte für Unternehmen sind: (1) Überprüfung der Personalakten, um sicherzustellen, dass die Kontaktdaten gesponserter Mitarbeiter aktuell sind; (2) Information reisender Mitarbeiter über die mögliche Einführung von Gesichtserkennungs-Terminals in Meldezentren; und (3) Beobachtung einer möglichen Konsultation des Innenministeriums zur Ausweitung der digitalen Kaution auf weitere Gruppen, was neue Warnmeldungen im Employer Checking Service auslösen könnte. Die Stellungnahme weist zudem auf steigende Zahlen erzwungener Rückführungen hin – fast 70.000 seit Juli 2024 – was auf ein härteres Vorgehen hindeutet, das auch zu Kontrollen am Arbeitsplatz führen könnte. Unternehmen sollten sicherstellen, dass sie bei Kontrollen schnell Nachweise über Sponsoring und Arbeitsberechtigung vorlegen können.
Quelle: GOV.UK – Home Office
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