Italienische Flughäfen warnen vor Sommerchaos und erwägen vorübergehende Aussetzung der biometrischen EU-Grenzkontrollen
Italienisches „Decreto Lavoro 2026“ wird Gesetz: Verschärfung der Anti-Ausbeutungsregeln und Verlängerung der Einstellungsanreize
Italien veröffentlicht Rechtsrahmen für lang erwartetes Digitalnomaden-Visum
Neueste Nachrichten
Populistisches „Remigrazione“-Gesetz erreicht Parlament nach 150.000 Unterschriften
Eine von 150.000 Unterschriften unterstützte Bürgerinitiative wird am 30. Juni im italienischen Parlament eingereicht. Sie fordert die Abschaffung des bestehenden Arbeitserlaubnis-Quotensystems und die Anordnung groß angelegter Abschiebungen irregulärer Migranten. Dieser Schritt unterstreicht den zunehmenden politischen Druck für strengere Einwanderungskontrollen und könnte auf engere Quoten in zukünftigen „decreto flussi“-Verordnungen hindeuten – mit erheblichen Folgen für Arbeitgeber, die auf Fachkräfte aus Nicht-EU-Ländern angewiesen sind.
Bahnstrecke Bologna–Mailand nach Vorfall mit unbefugtem Eindringling wieder geöffnet – 70 Minuten Verspätung
Ein Sicherheitsvorfall mit unbefugten Eindringlingen führte am Freitagmorgen zu einer einstündigen Sperrung der konventionellen Strecke Bologna–Mailand, was Verspätungen von bis zu 70 Minuten und mehrere Ausfälle zur Folge hatte. Die Zugverbindungen normalisierten sich allmählich, doch die Störung unterstreicht die Bedeutung dieses Korridors für den Personen- und Güterverkehr in Italien.
Coldiretti, IOM und Unternehmen unterstützen „Anti-Caporalato“-Netzwerk zur Bewältigung des Mangels von 100.000 Arbeitskräften in der Landwirtschaft
Angesichts einer Lücke von 100.000 Arbeitskräften vor der Ernte unterzeichneten Coldiretti und Partner am 26. Juni ein Protokoll zur Schaffung „sicherer Rekrutierungskorridore“ für ausländische Saisonarbeitskräfte und zur Erweiterung des Qualitätsarbeitsnetzwerks, das gegen die Ausbeutung durch sogenannte Caporalato-Banden schützt. Ziel ist es, die Visa-Zeiträume besser an die Erntezyklen anzupassen, den Arbeitnehmerschutz zu verbessern und den Agrar- und Lebensmittelkonzernen einen überprüfbaren Compliance-Kanal zu bieten.
Italien gibt 18 Hitzewarnungen der Stufe Rot heraus; Museen und Gerichte verkürzen Öffnungszeiten während der Touristensaison
Eine heftige Hitzewelle löste am 26. Juni in 18 italienischen Städten rote Warnungen aus, was Gerichte, Museen und Bahnunternehmen zu Anpassungen im Betrieb zwang. Der Wetternotstand bringt eine neue Gesundheits- und Sicherheitskomponente in die Sommerreiseplanung und könnte Zugfahrten verlängern sowie Last-Minute-Tourismusbuchungen einschränken.
24-Stunden-Streik im öffentlichen Nahverkehr in Mailand legt U-Bahn-, Bus- und Straßenbahnverkehr lahm
Ein 24-stündiger Streik legt am 26. Juni das gesamte öffentliche Verkehrsnetz in Mailand lahm: U-Bahnen, Busse und Straßenbahnen fahren außerhalb der vorgeschriebenen Schutzzeiten nicht. Reisende sollten für Transfers zum Flughafen und Abendflüge großzügige Zeitpuffer einplanen.
Römische Flughäfen erneuern Appell an die EU für mehr Flexibilität angesichts wachsender EES-Schlangen am Flughafen Fiumicino
Quotidiano Nazionale berichtet von immer längeren Warteschlangen am Flughafen Rom-Fiumicino und erneuten Appellen von Aeroporti di Roma, Italien möge bei extremer Überlastung die biometrischen EES-Kontrollen vorübergehend aussetzen. Der Konflikt mit Brüssel sorgt dafür, dass Geschäftsreisende diesen Sommer mit unvorhersehbaren Wartezeiten an den Grenzen rechnen müssen.
Poste Italiane und Innenministerium unterzeichnen Vereinbarung zur Direktzustellung von Reisepässen an die Haustür der Reisenden
Ab Ende Oktober können Reisepässe, die irgendwo in Italien ausgestellt werden, per versichertem Versand für 8,20 € zugestellt werden. Dies wurde durch eine neue Vereinbarung zwischen Poste Italiane und dem Innenministerium ermöglicht, die am 25. Juni bekannt gegeben wurde. Die Maßnahme entlastet die Questura und erspart Reisenden eine zweite Fahrt zur Abholung ihres Dokuments.
Roms Flughäfen erwägen vorübergehende Aussetzung des EU-Ein- und Ausreisesystems, um Sommerchaos zu vermeiden
Aeroporti di Roma kündigt an, dass die biometrischen Grenzkontrollen an den Flughäfen Fiumicino und Ciampino während der Hauptreisezeit im Sommer möglicherweise ausgesetzt werden müssen, da die Verarbeitung im EES-System die Wartezeiten um bis zu drei Stunden verlängert. Die Regierung hat bislang keine generelle Ausnahmegenehmigung erteilt, sodass die Flughäfen die integrierte sechsstündige Ausnahmeregelung mehrfach nutzen könnten. Unternehmen sollten mit Verzögerungen rechnen, zusätzliche Pufferzeiten für Anschlussflüge einplanen und die mögliche Verhängung eines Notdekrets aufmerksam verfolgen.
Rom: Fiumicino und Ciampino erwägen sommerliche Aussetzung der neuen biometrischen EU-Grenzkontrollen
Aeroporti di Roma warnt, dass die verpflichtenden biometrischen Ein- und Ausreisekontrollen (EES) bereits zu stundenlangen Warteschlangen führen und einen „Sommer-Albtraum“ verursachen könnten. Der Betreiber könnte eine EU-Regelung nutzen, die Flughäfen erlaubt, das EES für bis zu sechs Stunden auszusetzen, wenn die Warteschlangen unkontrollierbar werden. Multinationale Unternehmen sollten mit längeren Ankunftszeiten rechnen, Anschlusszeiten überprüfen und ihre Mitarbeiter über die sich schnell ändernden Abläufe auf dem Laufenden halten.
Roms Flughäfen Fiumicino und Ciampino erwägen vorübergehende Aussetzung der neuen biometrischen EES-Kontrollen, um Sommerchaos zu vermeiden
ADR erwägt, die EU-„Sicherheitsventil“-Klausel zu nutzen, um das neue biometrische Ein- und Ausreisesystem während der verkehrsreichsten Wochen zu pausieren, falls die Wartezeiten weiterhin über 45 Minuten liegen. Dieser Schritt könnte Millionen von Besuchern lange Wartezeiten ersparen, offenbart jedoch auch Umsetzungslücken nur drei Monate nach der verpflichtenden Einführung des EES.
Römische Flughäfen erwägen Aussetzung der biometrischen EU-EES-Kontrollen, um Sommerstaus zu vermeiden
Aeroporti di Roma kündigt mögliche vorübergehende Aussetzung des EU-Ein- und Ausreisesystems an den Flughäfen Fiumicino und Ciampino an, da lange Warteschlangen bei der Registrierung im Juli und August den Betrieb stark beeinträchtigen könnten. Die Regierung hat noch keinen Erlass erlassen, doch EU-Vorschriften erlauben kurzfristige Aussetzungen bei Wartezeiten von über 45 Minuten. Unternehmen sollten Reisende auf kurzfristige Umstellungen zwischen biometrischer und manueller Passkontrolle vorbereiten.
Was der landesweite Streik der Flughafenabfertiger in Italien am 26. Juni für Reisende bedeutet – und warum EU261 keine Entschädigung in bar zahlt
Der 24-Stunden-Streik am Freitag betrifft die Bodenabfertigungsunternehmen an den Flughäfen, nicht die Fluggesellschaften, daher gilt die EU261-Entschädigung in der Regel nicht. Flüge in den geschützten Zeitfenstern Italiens von 07:00-10:00 und 18:00-21:00 Uhr sollen planmäßig stattfinden, Passagiere mit Buchungen außerhalb dieser Zeiten müssen jedoch mit Ausfällen rechnen und sollten entsprechend planen.
Die Questura Agrigento startet ein Online-Buchungssystem für „Dringende Reisepässe“
Die Polizeidienststelle in Agrigent hat am 25. Juni eine neue Online-Terminvergabe eingeführt, die es Einwohnern mit nachgewiesenen Notfällen ermöglicht, schnell einen Termin für die Ausstellung eines Reisepasses zu buchen. Sollte das Pilotprojekt landesweit ausgeweitet werden, könnte dies die Bearbeitungszeiten für Reisepässe verkürzen und den illegalen Weiterverkauf von Terminen eindämmen.
Mailand bereitet sich auf den Streik der Geldautomaten am 26. Juni vor: Metro-, Straßenbahn- und Busverkehr außerhalb der garantierten Zeiten gefährdet
Die Gewerkschaft Confial hat für den 26. Juni 2026 einen 24-stündigen Streik bei der Mailänder Verkehrsgesellschaft ATM angekündigt. Der Betrieb ist nur bis 08:45 Uhr sowie zwischen 15:00 und 18:00 Uhr garantiert; außerhalb dieser Zeiten können U-Bahn, Straßenbahn und Busse komplett ausfallen. Unternehmen sollten daher Homeoffice-Regelungen aktivieren oder Fahrgemeinschaften für Mitarbeiter und Besucher organisieren.
Elektrischer Defekt legt Bahnverbindung zum Flughafen Rom-Fiumicino lahm – Verspätungen von 90 Minuten
Ein Oberleitungsdefekt legte am 25. Juni den Zugverkehr zwischen Rom Ostiense und Tuscolana größtenteils lahm, wodurch der Flughafenservice Fiumicino ausfiel und Passagiere mit Verspätungen von bis zu 90 Minuten rechnen mussten. Fluggesellschaften gewährten Ausnahmen, und die RFI hat eine Untersuchung eingeleitet. Geschäftsreisende sollten größere Zeitpuffer einplanen oder bei Flugverbindungen über Rom auf Transfers mit dem Auto umsteigen.
Die Flughäfen Fiumicino und Ciampino in Rom erwägen vorübergehende Aussetzung des EU-Ein- und Ausreisesystems, um den Sommerstau zu vermeiden
Aeroporti di Roma warnt, dass die biometrischen Kontrollen im Rahmen des neuen EU-Ein- und Ausreisesystems diesen Sommer die römischen Flughäfen lahmlegen könnten, und fordert die Regierung auf, eine vorübergehende Aussetzung der Kontrollen zu genehmigen. Italien hat dem bislang nicht zugestimmt, was Unternehmen unsicher macht, ob die Grenzformalitäten während der Hauptreisezeit vollständig digital bleiben oder wieder manuell mit Passstempeln erfolgen. Die Entscheidung wird sich auf Wartezeiten, Aufenthaltsnachweise und die Fürsorgepflicht bei Geschäftsreisen auswirken.
Kupferkabeldiebstahl legt Bahnverbindungen am Flughafen Malpensa lahm – Busshuttles ersetzen Züge, Reisende bleiben gestrandet
Ein nächtlicher Kupferkabeldiebstahl bei Busto Arsizio führte am 25. Juni zur Einstellung des Zugverkehrs nach Mailand-Malpensa, was zu Zugausfällen, Busersatzverkehr und verpassten Flügen führte. Der Vorfall verdeutlicht die Anfälligkeit kritischer Verkehrsinfrastruktur und die daraus resultierenden Folgekosten für die Unternehmensmobilität.
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Betrugsring, der „Jure Sanguinis“-Staatsbürgerschaft ausnutzt
Staatsanwaltschaft Arezzo wirft Beamten und einem argentinischen Vermittler vor, Aufenthaltsdokumente gefälscht zu haben, um Dutzenden Südamerikanern die italienische Staatsbürgerschaft zu verschaffen. Die Entwicklung vom 25. Juni könnte zu strengeren nationalen Kontrollen bei Anträgen auf Staatsbürgerschaft nach dem Abstammungsprinzip (jure sanguinis) führen und damit Personalplanungen beeinträchtigen, die auf doppelte Pässe für die Mobilität innerhalb der EU setzen.
Lampedusa verzeichnet 1.175 Migrantenankünfte innerhalb von 24 Stunden; Ausbau des Hotspots wird beschleunigt
Siebzehn Boote mit insgesamt 1.175 Menschen erreichten in der Nacht vom 24. auf den 25. Juni Lampedusa, was das Aufnahmezentrum stark belastet. Bauarbeiter haben mit rund um die Uhr laufenden Arbeiten begonnen, um den Hotspot bis Mitte Juli auf 354 Plätze zu erweitern. Der Anstieg könnte sich auch auf die Flughäfen des Festlands auswirken, da die Polizei umverteilt wird. Arbeitgeber sollten daher mit längeren Grenzkontrollen für Mitarbeitende rechnen, die in Italien ankommen.
Keine Passstempel mehr: Italien bestätigt Start des vollständig digitalen Schengen-Grenzsystems am 12. Oktober
Italien hat offiziell den 12. Oktober 2026 als Startdatum für die landesweite Einführung des EU-Einreise-/Ausreisesystems festgelegt. Dieses ersetzt manuelle Passstempel durch biometrische und digitale Aufzeichnungen. Die schrittweise Einführung wird schließlich alle italienischen Grenzen abdecken und schnellere Wiedereinreisen ermöglichen, erfordert jedoch zusätzliche Vorbereitung von Reisenden und HR-Mobilitätsteams.
Passzustellservice bis an die Haustür: Poste Italiane und Innenministerium unterzeichnen landesweite Vereinbarung
Ab dem 27. Oktober 2026 können Italiener ihre neuen oder erneuerten Reisepässe per Einschreiben erhalten, anstatt sie persönlich bei der Polizei abzuholen. Dies wird durch eine Vereinbarung zwischen Poste Italiane und dem Innenministerium ermöglicht, die am 25. Juni unterzeichnet wurde. Der Service kostet 8,20 € und soll die Bearbeitungszeiten verkürzen sowie den Verwaltungsaufwand für Anfahrten reduzieren.