
Italiens lang erwarteter Decreto Lavoro 2026 hat am 26. Juni die letzte parlamentarische Hürde genommen und wurde damit weniger als zwei Monate nach seiner ersten Veröffentlichung in Gesetz umgewandelt. Das Paket, das mit rund 1 Milliarde Euro neue Ausgaben umfasst, kombiniert arbeitsmarktpolitische Anreize mit strengeren Compliance-Regeln, die Arbeitgeber betreffen, die auf ausländische Fachkräfte angewiesen sind. Im Mittelpunkt steht das Prinzip des „salario giusto“ (gerechte Bezahlung). Zwar wurde erneut auf einen gesetzlichen Mindestlohn verzichtet, doch Unternehmen erhalten staatliche Einstellungsprämien nur, wenn sie nationale Tarifverträge anwenden, die von den repräsentativsten Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden unterzeichnet wurden. Personalverantwortliche in multinationalen Konzernen müssen daher sicherstellen, dass ihre italienischen Niederlassungen aktuelle nationale Verträge nutzen, bevor sie die Personalplanung für 2027 budgetieren.
Im Bereich Mobilität verlängert das Gesetz die Sozialversicherungsbefreiungen für neue Festanstellungen von unter 35-Jährigen und Frauen in benachteiligten Situationen. Da Nicht-EU-Bürger in den meisten Fällen einen unbefristeten Arbeitsvertrag benötigen, um die italienische Ein-Permit-Regelung zu erfüllen, erwarten Steuerexperten, dass die Verlängerung die dauerhafte Beschäftigung finanziell attraktiver macht – insbesondere im Mezzogiorno, wo die Befreiungen am höchsten sind.
Eine der auffälligsten Neuerungen ist die Bekämpfung des sogenannten „caporalato digitale“. Essenslieferplattformen und andere app-basierte Vermittler unterliegen nun verpflichtenden Datenweitergabe- und Gesamthaftungsregeln, ähnlich wie sie bereits in der Landwirtschaft gelten. Die Innen- und Arbeitsministerien erhalten die Befugnis, digitale Plattformen bei wiederholten Verstößen zu sperren – eine in Europa beispiellose Sanktion, die die On-Demand-Wirtschaft grundlegend verändern und Betreiber zwingen könnte, Tausende migrantischer Fahrer zu regulieren.
Abschließend verschärft das Dekret die Fristen im Arbeitserlaubnisverfahren, das nach der Umsetzung der überarbeiteten EU-Ein-Permit-Richtlinie Anfang dieses Jahres eingeführt wurde. Die Provinzarbeitsämter müssen die vorläufige „nulla osta“ nun innerhalb von 30 Tagen ausstellen (vorher 60), und die Polizeibehörden müssen diese Genehmigung innerhalb von 15 Tagen nach dem biometrischen Termin in eine Aufenthaltserlaubnis umwandeln. Arbeitgeber, die die neuen digitalen Dokumenten-Upload-Fristen verpassen, riskieren den Verlust ihres Kontingentplatzes im Rahmen des „Decreto Flussi“ 2026–2028. Unternehmens-Immigrationsteams sollten daher umgehend ihre internen SLA-Tabellen überprüfen, um Engpässe bei der nächsten Kontingentöffnung im Oktober zu vermeiden.
Im Bereich Mobilität verlängert das Gesetz die Sozialversicherungsbefreiungen für neue Festanstellungen von unter 35-Jährigen und Frauen in benachteiligten Situationen. Da Nicht-EU-Bürger in den meisten Fällen einen unbefristeten Arbeitsvertrag benötigen, um die italienische Ein-Permit-Regelung zu erfüllen, erwarten Steuerexperten, dass die Verlängerung die dauerhafte Beschäftigung finanziell attraktiver macht – insbesondere im Mezzogiorno, wo die Befreiungen am höchsten sind.
Eine der auffälligsten Neuerungen ist die Bekämpfung des sogenannten „caporalato digitale“. Essenslieferplattformen und andere app-basierte Vermittler unterliegen nun verpflichtenden Datenweitergabe- und Gesamthaftungsregeln, ähnlich wie sie bereits in der Landwirtschaft gelten. Die Innen- und Arbeitsministerien erhalten die Befugnis, digitale Plattformen bei wiederholten Verstößen zu sperren – eine in Europa beispiellose Sanktion, die die On-Demand-Wirtschaft grundlegend verändern und Betreiber zwingen könnte, Tausende migrantischer Fahrer zu regulieren.
Abschließend verschärft das Dekret die Fristen im Arbeitserlaubnisverfahren, das nach der Umsetzung der überarbeiteten EU-Ein-Permit-Richtlinie Anfang dieses Jahres eingeführt wurde. Die Provinzarbeitsämter müssen die vorläufige „nulla osta“ nun innerhalb von 30 Tagen ausstellen (vorher 60), und die Polizeibehörden müssen diese Genehmigung innerhalb von 15 Tagen nach dem biometrischen Termin in eine Aufenthaltserlaubnis umwandeln. Arbeitgeber, die die neuen digitalen Dokumenten-Upload-Fristen verpassen, riskieren den Verlust ihres Kontingentplatzes im Rahmen des „Decreto Flussi“ 2026–2028. Unternehmens-Immigrationsteams sollten daher umgehend ihre internen SLA-Tabellen überprüfen, um Engpässe bei der nächsten Kontingentöffnung im Oktober zu vermeiden.
Quelle: Business People
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