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Renfe-Streik: 320 Züge gestrichen – neuer 24-Stunden-Ausstand am 15. Juli erhöht Sommerreise-Risiko

Juni 30, 2026
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Renfe-Streik: 320 Züge gestrichen – neuer 24-Stunden-Ausstand am 15. Juli erhöht Sommerreise-Risiko
Der spanische Bahnbetreiber Renfe strich am Montag, den 29. Juni, 320 Verbindungen, nachdem die Gewerkschaft Sindicato Ferroviario zu einem 24-stündigen Streik aufgerufen hatte. Anlass ist die Zukunft der Gütersparte Renfe Mercancías. Durch von der Regierung vorgeschriebene Mindestservicequoten fuhren zwar 73 % der Hochgeschwindigkeits- und Fernverkehrszüge sowie 65 % der Mittelstreckenzüge weiter, doch bei den Pendlerzügen (Cercanías) kam es mit bis zu 50 % Ausfällen zu überfüllten Bahnhöfen in Madrid, Barcelona und Valencia. Renfe meldete nur 1,8 % Streikbeteiligung, doch der Ausstand fiel mit dem Beginn der sommerlichen Reisewelle zusammen, was Tausende zur Umbuchung oder Erstattung zwang. Der Betreiber bot kostenlose Umbuchungen und Stornierungen an, doch Geschäftsreisende beklagten verpasste Anschlussverbindungen und Übernachtungskosten, die von den EU-Passagierrechten bei Streiks nicht abgedeckt sind. Die Gewerkschaft hat bereits einen zweiten 24-Stunden-Streik für Mittwoch, den 15. Juli, mitten in der Hauptreisezeit angekündigt. Sollte dieser bestätigt werden, wird das Verkehrsministerium voraussichtlich ähnliche Mindestservicequoten anordnen. Personal- und Reisemanagement sollten jedoch mit sporadischen Ausfällen bei AVE-, Alvia- und Media Distancia-Verbindungen rechnen. Die privaten Hochgeschwindigkeitsanbieter Ouigo und Iryo sind nicht in den Streit involviert, teilen sich jedoch Streckenabschnitte, sodass sich Verspätungen auf sie auswirken können. Zur Risikominderung empfiehlt es sich, flexible Tarife zu buchen, Pufferübernachtungen vor wichtigen Terminen einzuplanen und am Reisetag den Renfe-Verkehrsstatus („Estado del Tráfico“) zu beobachten. Unternehmen mit Reisekostenobergrenzen sollten zudem klären, dass erzwungene Flugersatzbuchungen während Arbeitskämpfen als erstattungsfähige Ausgaben gelten.
Quelle: The Local Spain / Madrid Dispatch

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