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Die Gehaltsschwelle für Fachkräftevisa wird auf 79.423 AUD angehoben

Juli 4, 2026
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Die Gehaltsschwelle für Fachkräftevisa wird auf 79.423 AUD angehoben
Um Arbeitgeber zu höher bezahlten Fachkräften zu bewegen, hat das Innenministerium zum 1. Juli 2026 die vorübergehende Einkommensgrenze für qualifizierte Migranten (Temporary Skilled Migration Income Threshold, TSMIT) sowie die Einkommensgrenze für Kernkompetenzen (Core Skills Income Threshold, CSIT) auf 79.423 AUD angehoben. Jede Nominierung für das temporäre Skills-in-Demand-Visum (Subclass 482) oder das permanente Employer Nomination Scheme (Subclass 186) muss nun ein garantiertes Grundgehalt mindestens in Höhe dieser neuen Schwelle bieten. Die Anpassung – eine Steigerung von etwas über vier Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 76.600 AUD – wurde durch den jährlichen Lohn-Preis-Indexierungsmechanismus ausgelöst, der in der letztjährigen Migrationsstrategie angekündigt wurde. Das Innenministerium betont, dass diese Regelung „sowohl Migranten als auch heimische Arbeitnehmer vor Lohndumping schützt“. Kritiker bemängeln jedoch, dass regionale Arbeitsmärkte mit deutlich niedrigeren Tariflöhnen dabei außer Acht gelassen werden. Für multinationale Unternehmen hat die Änderung zwei unmittelbare Folgen: Erstens müssen bereits budgetierte Vergütungspakete, die auf den alten Schwellen basieren, überprüft werden, um eine Ablehnung der Nominierung zu vermeiden. Zweitens müssen globale HR-Systeme, die Angebotsschreiben automatisch generieren, aktualisiert werden, damit die Gesamtvergütung (einschließlich Altersvorsorge) den neuen Mindestanforderungen entspricht. Wird die neue Schwelle nicht in die HR-Prozesse integriert, könnten Sponsoring-Teams kurz vor Fristablauf in Zeitnot geraten. Migrationsberater weisen darauf hin, dass die höhere Hürde besonders Berufe auf Einstiegsniveau betrifft – etwa Softwaretester und Marketingkoordinatoren –, deren Gehälter oft knapp über 70.000 AUD liegen. Sponsoren, die ihre Pakete nicht anheben wollen, könnten stattdessen auf das Subclass-400-Visum für kurzfristige Fachkräfte zurückgreifen, das keine Mindestlohngrenze hat, aber auf drei Monate Aufenthalt begrenzt ist. Für die Zukunft plant die Regierung, die TSMIT jedes Jahr im Juli entsprechend der nationalen Einkommensdaten zu indexieren. Arbeitgeber mit internen Mobilitätsprogrammen wird empfohlen, dieses Datum in ihren Compliance-Kalendern zu vermerken und frühzeitig die Zustimmung des Vorstands für mögliche „Aufstockungs“-Zahlungen einzuholen.
Quelle: Move to South Australia

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