
Die kanadische Gewerkschaft der öffentlichen Angestellten (CUPE) Ortsverband 8125, die etwa 4.400 Flugbegleiter von WestJet vertritt, veranstaltete am 14. Juli zur Mittagszeit einen „Aktionstag“ vor der Zentrale der Fluggesellschaft in Calgary, um auf festgefahrene Tarifverhandlungen und eine laufende Streikabstimmung aufmerksam zu machen. Die Gewerkschaftspräsidentin Alia Hussain erklärte gegenüber Journalisten, die Mitglieder forderten Lohngleichheit mit dem Kabinenpersonal von Air Canada sowie stärkeren Schutz bei der Dienstplanung. Laut CUPE liegt das durchschnittliche Gehalt der WestJet-Flugbegleiter trotz eines Passagieranstiegs nach der Pandemie immer noch 12 bis 15 % unter dem nationalen Branchendurchschnitt. Ein Arbeitskampf steht zwar noch nicht unmittelbar bevor – die Streikabstimmung endet am 28. Juli – doch Unternehmensreisemanager planen bereits Ausweichrouten für den Fall eines Streiks ab dem 2. August. WestJet bedient fast 30 % des kanadischen Inlands-Geschäftsverkehrs und dominiert wichtige Korridore in Westkanada wie Calgary–Vancouver und Calgary–Toronto. Branchenexperten weisen darauf hin, dass die Arbeitskosten bei WestJet steigen, während die Kerosinpreise hoch bleiben und Billigfluggesellschaften zunehmend Freizeitstrecken bedienen. Ein längerer Streik könnte die Flugpreise im gesamten Markt nach oben treiben und die ohnehin knappe Sommerkapazität zusätzlich belasten. WestJet betont, man bleibe „engagiert, eine faire Einigung zu erzielen“ und hat eine Bundesmediation beantragt. Reisende mit Buchungen ab dem 1. August sollten die Verhandlungen genau verfolgen und flexible Ticketoptionen oder alternative Fluggesellschaften in Betracht ziehen, um mögliche Störungen zu vermeiden.
Quelle: Business Wire via StreetInsider