
Bundesrat Beat Jans nutzte den informellen Rat für Justiz und Inneres (JHA) der EU am 16. Juli in Dublin, um den Beitritt der Schweiz zur neu gegründeten European Port Alliance bekannt zu geben – einer öffentlich-privaten Plattform, die die Sicherheitskontrollen und den Informationsaustausch in Europas Seehäfen verstärken soll. Dieser Schritt, der in einer Medienmitteilung aus Bern am 17. Juli bestätigt wurde, integriert die Schweizer Rheinhäfen in Basel in ein Netzwerk, das bereits Antwerpen-Brügge, Rotterdam und Hamburg umfasst.
Obwohl die Schweiz keinen Zugang zum Meer hat, wickeln die Rheinhäfen mehr als die Hälfte der Containerimporte des Landes und nahezu alle Treibstofflieferungen ab. Durch die Anbindung an die gemeinsamen Risikoanalyse-Zellen der Allianz – angelehnt an das Maritime Analysis and Operations Centre der EU – erhalten Schweizer Zollbeamte Echtzeitzugriff auf Frachtmanifesten und Warnungen zu verdächtigen Containern, die in Häfen an der Nordsee gemeldet werden. Im Gegenzug liefert Basel Daten zum Flussfrachtverkehr in das EU-System, wodurch eine bisher von Drogenschmugglern genutzte Lücke geschlossen wird: Diese hatten bislang Ladungen von Seeschiffen auf Binnenschiffe in niederländischen Terminals umgeladen.
Strategisch bedeutend ist zudem, dass Jans politische Unterstützung für den direkten Schweizer Zugang zu den zentralen Datenbanken von Europol sicherte. Laut dem im Juni von der Europäischen Kommission vorgelegten Entwurf der Europol-Verordnung könnten Schengen-assoziierte Staaten künftig nahezu in Echtzeit Suchanfragen stellen; derzeit erhält Bern nur gefilterte Anfragen. Der direkte Zugriff würde grenzüberschreitende Strafverfolgungen beschleunigen und damit auch die Überprüfung von Drittstaatsangehörigen erleichtern, die in der Schweiz Arbeits- und Aufenthaltsbewilligungen beantragen.
Die Gespräche in Dublin wurden von Treffen in London mit dem britischen Vizepremier und Justizminister David Lammy begleitet, bei denen beide Seiten die Einbindung der Port of London Authority in denselben Informationsaustausch prüften. Unternehmensberater für Standortverlagerungen sehen darin eine Möglichkeit, die Sicherheitsfreigabezeiten für innerbetriebliche Versetzungen zu verkürzen, deren Profile in europäischen Datenbanken automatisch Alarm schlagen.
Für Personal- und Global-Mobility-Teams bedeutet dies, dass die Prüfverfahren für Lieferketten und Mitarbeiter, die die Rheinhäfen in Basel nutzen, ab 2027, wenn die gemeinsame IT-Plattform der Allianz in Betrieb geht, voraussichtlich verschärft werden. Unternehmen, die Ausrüstung über den Rheinkorridor transportieren oder Mitarbeiter mit maritimen Logistikaufgaben versetzen, sollten mit detaillierteren Due-Diligence-Fragebögen rechnen und die neue Sicherheitsebene in ihre Projektplanungen einbeziehen.
Obwohl die Schweiz keinen Zugang zum Meer hat, wickeln die Rheinhäfen mehr als die Hälfte der Containerimporte des Landes und nahezu alle Treibstofflieferungen ab. Durch die Anbindung an die gemeinsamen Risikoanalyse-Zellen der Allianz – angelehnt an das Maritime Analysis and Operations Centre der EU – erhalten Schweizer Zollbeamte Echtzeitzugriff auf Frachtmanifesten und Warnungen zu verdächtigen Containern, die in Häfen an der Nordsee gemeldet werden. Im Gegenzug liefert Basel Daten zum Flussfrachtverkehr in das EU-System, wodurch eine bisher von Drogenschmugglern genutzte Lücke geschlossen wird: Diese hatten bislang Ladungen von Seeschiffen auf Binnenschiffe in niederländischen Terminals umgeladen.
Strategisch bedeutend ist zudem, dass Jans politische Unterstützung für den direkten Schweizer Zugang zu den zentralen Datenbanken von Europol sicherte. Laut dem im Juni von der Europäischen Kommission vorgelegten Entwurf der Europol-Verordnung könnten Schengen-assoziierte Staaten künftig nahezu in Echtzeit Suchanfragen stellen; derzeit erhält Bern nur gefilterte Anfragen. Der direkte Zugriff würde grenzüberschreitende Strafverfolgungen beschleunigen und damit auch die Überprüfung von Drittstaatsangehörigen erleichtern, die in der Schweiz Arbeits- und Aufenthaltsbewilligungen beantragen.
Die Gespräche in Dublin wurden von Treffen in London mit dem britischen Vizepremier und Justizminister David Lammy begleitet, bei denen beide Seiten die Einbindung der Port of London Authority in denselben Informationsaustausch prüften. Unternehmensberater für Standortverlagerungen sehen darin eine Möglichkeit, die Sicherheitsfreigabezeiten für innerbetriebliche Versetzungen zu verkürzen, deren Profile in europäischen Datenbanken automatisch Alarm schlagen.
Für Personal- und Global-Mobility-Teams bedeutet dies, dass die Prüfverfahren für Lieferketten und Mitarbeiter, die die Rheinhäfen in Basel nutzen, ab 2027, wenn die gemeinsame IT-Plattform der Allianz in Betrieb geht, voraussichtlich verschärft werden. Unternehmen, die Ausrüstung über den Rheinkorridor transportieren oder Mitarbeiter mit maritimen Logistikaufgaben versetzen, sollten mit detaillierteren Due-Diligence-Fragebögen rechnen und die neue Sicherheitsebene in ihre Projektplanungen einbeziehen.