
Ab dem ersten Einsatz am Samstag, den 18. Juli 2026, fahren keine Straßenbahnen mehr auf dem 1,6 Kilometer langen Abschnitt zwischen Újezd und Lazarská im Zentrum Prags. Die Prager Verkehrsbetriebe (DPP) haben mit einer intensiven Gleis-, Weichen- und Oberleitungsrenovierung auf einer der meistbefahrenen oberirdischen Strecken der Hauptstadt begonnen, die während der morgendlichen Hauptverkehrszeit von bis zu 16 Straßenbahnlinien pro Stunde genutzt wird. Die Sperrung dauert bis zum Betriebsschluss am Montag, den 10. August 2026. In dieser Zeit werden die vor zehn Jahren verlegten abgenutzten Gleise ausgetauscht, die Entwässerung unter den Schienen erneuert, um Lärm und Vibrationen zu reduzieren, und neue intelligente Weichenantriebe installiert, die aus dem städtischen Verkehrsleitstand ferngesteuert werden können. Die Arbeiten sind bewusst in die Sommerferienzeit gelegt, wenn das Pendleraufkommen geringer ist, dennoch rechnet die DPP mit Auswirkungen auf Zehntausende tägliche Fahrgäste sowie Touristen, die die malerische Strecke am Nationaltheater und der Karlsbrücke nutzen. Ein Ersatzbusverkehr wird nicht eingerichtet; stattdessen werden die Linien 12, 22, 23, 41 und 42 umgeleitet, und Reisenden wird empfohlen, an der Metrostation Národní třída auf Linie B oder an Malostranská auf Linie A umzusteigen. Geschäftsreisende, die von den Hotelvierteln in Malá Strana in die Neustadt fahren, sollten besonders zu den Hauptbesuchszeiten mindestens 15 bis 20 Minuten zusätzliche Reisezeit einplanen. Für Unternehmen, die Konferenzen in den nahegelegenen Veranstaltungsorten Quadrio oder Novoměstská radnice organisieren, empfiehlt die DPP, den Teilnehmern vorab aktualisierte Orientierungskarten zur Verfügung zu stellen und die Nutzung der Metro zu fördern. Die Sperrung betrifft auch die letzten Verbindungen zum Flughafen Václav Havel: Die Airport Express- und AE100-Buslinien enden an den Haltestellen Náměstí Republiky bzw. Hlavní nádraží, die beide an die betroffene Straßenbahnstrecke angebunden sind. Reisenden mit frühen Flügen wird geraten, zusätzliche Umsteigezeit einzuplanen oder während der Bauphase Tür-zu-Tür-Services zu buchen. Nach Abschluss der Arbeiten wird die modernisierte Strecke die Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h auf 50 km/h erhöhen und die Fahrzeit um bis zu zwei Minuten verkürzen, so Projektleiter Jan Kurowský. Die DPP betont, dass die Sanierung Teil eines fünfjährigen Modernisierungsprogramms im Wert von drei Milliarden Kronen ist, das das oberirdische Netz Prags vor der Eröffnung der neuen U-Bahn-Linie D im Jahr 2028 fit machen soll. Für globale Mobilitätsmanager, die Mitarbeiter durch Prag bewegen, lautet die Botschaft klar: Kurzfristige Unannehmlichkeiten jetzt für reibungslosere – und leisere – Fahrten in den kommenden Jahren.
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