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Analyse zeigt: Weniger als die Hälfte der Fachkräfte-Migrationsplätze 2025-26 gingen an Hauptantragsteller

Juli 20, 2026
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Analyse zeigt: Weniger als die Hälfte der Fachkräfte-Migrationsplätze 2025-26 gingen an Hauptantragsteller
Neue Analyse vom 19. Juli 2026 der in Sydney ansässigen Firma Riverwood Migration zeigt, dass nur 48 Prozent der im Zeitraum 2025-26 vom australischen Innenministerium ausgestellten Fachkräftevisa an Hauptantragsteller vergeben wurden, während die restlichen 52 Prozent an Ehepartner und Angehörige gingen. Dieses Ergebnis überrascht einige Beobachter, die angenommen hatten, dass die Regierungsstrategie zugunsten arbeitgebergesponserter und punktebasierter Programme die Zahl der direkt beschäftigten Fachkräfte erhöhen würde. Stattdessen verdeutlichen die Daten die wichtige Rolle der Familienzusammenführung im australischen Wirtschaftsmigrationssystem: Wenn ein Fachkraft eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung erhält, folgen in der Regel Partner und Kinder im selben Visumverfahren nach. Dieser Multiplikatoreffekt ist entscheidend für den erfolgreichen Integrationsprozess, hat jedoch auch Auswirkungen auf die Nachfrage nach Wohnraum, Schulplätzen und Gesundheitsversorgung in den Großstädten. Für Unternehmen unterstreichen die Zahlen, warum der Wettbewerb um Nominierungsplätze trotz scheinbar großzügiger Programmobergrenzen weiterhin intensiv bleibt. Ein Betrieb, der beispielsweise drei Softwareingenieure sponsert, „verbraucht“ unter Einrechnung der Familienangehörigen bis zu neun Plätze im Fachkräfteprogramm. Personalabteilungen wird daher empfohlen, Nominierungen früh im Programmjahr einzureichen und höhere Visumantragsgebühren einzuplanen, die mit jedem zusätzlichen Angehörigen deutlich steigen. Die demografische Verteilung fließt auch in die langjährige Debatte Australiens über Produktivität versus Bevölkerungswachstum ein. Kritiker bemängeln, dass ein hoher Anteil an Angehörigen den unmittelbaren arbeitsmarktbezogenen Nutzen der Fachkräftezuwanderung abschwächt, während Befürworter betonen, dass familiärer Zusammenhalt entscheidend ist, um globales Talent überhaupt anzuziehen. Der Bericht von Riverwood weist darauf hin, dass das mittlere steuerpflichtige Einkommen sekundärer Fachkräfte innerhalb von fünf Jahren das Niveau australischer Einwohner erreicht, was die Argumente für langfristige Vorteile stützt. Die Politik könnte darauf reagieren, indem sie den Punkte-Test anpasst – etwa durch Wiedereinführung von Bonuspunkten für Alleinstehende – oder separate Planungskontingente für Angehörige schafft, wie es das Grattan Institute Anfang des Jahres vorgeschlagen hat. Bis dahin müssen Arbeitgeber und Landesregierungen die Familienkomponente in ihre Personal- und Infrastrukturplanungen einbeziehen.
Quelle: Riverwood Migration – Newsroom

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